Offenbar gezielte Hacker-Angriffe gegen Demonstranten in Hongkong

Die Angreifer seien mit dem Programm in der Lage, Daten wie SMS, Fotos und Passwörter von iPhones zu stehlen. Auch Android-Geräte sind gefährdet.

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In Hongkong fordern Zehntausende Demonstranten seit Tagen mehr Demokratie.
© EPA

Boston/Hong Kong – Die Mobiltelefone der Demonstranten in Hongkong werden Experten zufolge offenbar gezielt mit einer Schadsoftware aus China angegriffen. Das Sicherheitsunternehmen Lacoon Mobile Security berichtete am Dienstag von einem Trojaner mit dem Namen „Xsser“, das gegen Handys und Tablet-Computer mit dem Apple -Betriebssystem iOS gerichtet sei.

Angreifer mit Sitz in China

Die Angreifer seien mit dem Programm in der Lage, Daten wie SMS, Fotos und Passwörter zu stehlen. Eine ebenfalls wohl gegen die Demonstranten gerichtete, ähnliche Software für Googles Android-Geräte sei vergangene Woche entdeckt worden. Da im Programmcode Chinesisch zu finden sei, gehe man von Angreifer mit Sitz in China aus.

Lacoon-Chef Michael Shaulov sagte, es handle sich um den bisher raffiniertesten Angriff dieser Art auf Apples Handy-Betriebssystem. „Das ist der erste klare Hinweis, dass die wirklich fähigen Leute sich jetzt iOS-Geräte vornehmen statt PCs oder Laptops zu infizieren“, sagte er. Mit Xsser werde auch erstmals ein iOS-Trojaner eingesetzt, der offenbar seinen Ursprung irgendwo in China habe. In Hongkong fordern Zehntausende Demonstranten seit Tagen mehr Demokratie. (APA/Reuters)

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