Europas Leitbörsen drehen im frühen Handel in die Verlustzone

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa zeigten am Vormittag eine einheitlich leichtere Tendenz. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10...

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Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa zeigten am Vormittag eine einheitlich leichtere Tendenz. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr bei einem minimalen Minus von 0,01 Prozent oder 0,38 Punkten bei 3.225,55 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,02 Prozent oder 1,53 Zähler auf 9.472,77 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,50 Prozent oder 33,28 auf 6.589,44 Punkte.

Die italienische Regierung veröffentlichte am Dienstag nach Börsenschluss eine tiefere Wirtschaftsprognose für 2014 und 2015. Statt mit einem Zuwachs um 0,8 Prozent rechnen die italienischen Verantwortlichen nun mit einer Rezession von 0,3 Prozent. Für 2015 wurde die Vorhersage auch kräftig von einem Plus von 1,3 auf 0,6 Prozent reduziert.

Zudem wurden Einkaufsmanagerindizes zu diversen Euroländern und der gesamten Eurozone veröffentlicht. In Deutschland liegt der Konjunkturindikator nur mehr bei 49,9 Punkten und damit erstmals seit mehr als einem Jahr wieder unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Der Wert für die Eurozone beläuft sich auf 50,3 Punkte und liegt damit ebenfalls etwas unter den Erwartungen. Über die Expansionsschwelle kam Italien mit einem Index von 50,7 anstatt der prognostizierten 49,5 Punkte. Gleich nach Veröffentlichung der Indizes rutschten die europäischen Aktienmärkte mehrheitlich ins Minus.

Unter den Einzelwerten richteten sich am heutigen Mittwoch die Augen auf das Frankfurter Parkett zum Börsendebüt von Zalando. Die Titel verzeichneten einen Ausgabepreis von 21,50 Euro und wurden zum ersten Mal mit 24,10 Euro und damit zwölf Prozent über dem Zeichnungspreis notiert. Diese Gewinne konnten allerdings nicht gehalten werden, zuletzt lagen die Titel bei einem Minus von 7,67 Prozent auf 22,16 Euro.

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Ebenfalls an der Frankfurter Börse konnten Adidas-Titel deutliche Zugewinne hinlegen. Der Sportartikelhersteller kündigte einen großen Aktienrückkauf im Wert von insgesamt rund 1,5 Mrd. Euro an. Zuletzt waren die Adidas-Papiere wegen Problemen in Russland und im Golf-Geschäft eher gebeutelt worden und Anleger wirkten geschockt. Im dritten Quartal fielen die Adidas-Werte um knapp 20 Prozent. Im frühen Handel konnten die Aktien 3,90 Prozent auf 61,56 Euro hinzugewinnen.

Tiefer notierten dagegen die Orange-Aktien. Grund dafür ist der Rückzug der französischen Investmentbank Bpifrance. Rund 50 Mio. Aktien sollen für jeweils 11,60 Euro am Markt platziert werden, teilte die Bank mit. Damit soll der Anteil an Orange von 13,5 auf 11,6 Prozent reduziert werden und der Staatseinfluss sinken. In Summe liegt das Volumen der zum Verkauf stehenden Anteile bei 580 Mio. Euro. Orange büßten 2,69 Prozent auf 11,585 Euro ein.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA142 2014-10-01/10:36


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