Budgetpolitik des Zirler Bürgermeisters am Pranger

Für ein Bürgerservice-Büro kauft die Marktgemeinde Zirl zusätzliche Flächen im Neubau „Max“. Die Union Zirl hat damit keine Freude.

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Von Denise Daum

Zirl –Das Projekt „Max“ im Dorfzentrum von Zirl steht kurz vor der Fertigstellung, Anfang November soll der Neubau eröffnet werden. Neben Wohnungen, einem Lebensmittelhändler und Geschäftsflächen sind im ersten Obergeschoß Flächen für die Erweiterung des Bauamts der Marktgemeinde vorgesehen. Nun hat der Gemeinderat mehrheitlich den Ankauf von weiteren 90 Quadratmetern im Erdgeschoß beschlossen, um dort einen Bürgerservice einzurichten. 250.000 Euro sind dafür fällig.

Mit dieser Entscheidung hat die Union Zirl mehrere Probleme: Für einen Bürgerservice sei die Lage ungeeignet und die Größe überdimensioniert, sind Robert Kaufmann und Hans-Peter Witsch überzeugt.

Am meisten ärgert sich die Union allerdings über die hohen Kosten. „Die 250.000 Euro sind auch nicht budgetiert. Das Geld geht uns dann ja woanders ab“, prangert Robert Kaufmann an. Für Hans-Peter Witsch „funktioniert die Budgetpolitik im Moment generell nicht“. Außerdem sei noch gar nicht darüber diskutiert worden, wie sich der laufende Betrieb im Bürgerservice gestalten soll. „Zuerst kauft man einen Raum, dann überlegt man, was dort gemacht wird“, sagt Kaufmann.

Kritik, die Bürgermeister Josef Kreiser nicht nachvollziehen kann. Auch wenn er einräumt, dass noch ausgearbeitet werden müsse, welche Amtsvorgänge und Beratungsleistungen im Bürgerservice erledigt werden sollen. „Aber seit drei Jahren reden wir darüber, dass wir das Bürgerservice anbieten wollen. Jetzt gab es ein Flächenangebot, wo wir das auch umsetzen können“, betont Kreiser. Sowohl Lage als auch Größe der Bürofläche seien für ihn ideal. „90 Quadratmeter ist die Standardgröße, die Nähe zum Gemeindeamt ist ein Pluspunkt.“ Die Kosten für den Kauf würden erst im kommenden Jahr anfallen, erklärt Kreiser. „Die 250.000 Euro finden sich dann im Haushaltsplan für 2015.“

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