Ebola in den USA: Patient reiste auf Weg nach Texas durch Brüssel

Bei einer weiteren Person in den USA besteht der Verdacht einer Ebola-Infektion.

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Dakar/Winnipeg – Der erste in den USA mit Ebola diagnostizierte Patient ist auf dem Weg von Liberia nach Texas in der belgischen Hauptstadt Brüssel zwischengelandet. Dies erklärten am Mittwoch kanadische und liberianische Behörden. Der Mann hatte bei seinem Abflug noch keine Symptome der Krankheit gezeigt. Er befindet sich derzeit in kritischem Zustand in einer Infektionsabteilung.

Weiterer Verdachtsfall in den USA wird geprüftNach der ersten Ebola-Diagnose in den USA gehen die Behörden im Bundesstaat Texas einem weiteren Verdachtsfall nach. „Es könnte einen weiteren Fall im direkten Umfeld des Patienten geben“, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde von Dallas County, Zachary Thompson, dem lokalen TV-Sender WFAA. Die Lage sei ernst, die Gefahr einer Ansteckung begrenze sich aber auf „Angehörige und enge Freunde“.

Die nationale Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) konnte den Verdachtsfall zunächst nicht bestätigen. Es werde weiter daran gearbeitet, die Menschen ausfindig zu machen, die mit dem Ebola-Infizierten vor dessen Einweisung ins Krankenhaus Kontakt hatten, sagte CDC-Sprecher Tom Skinner. Diese sollen unter Beobachtung gestellt werden. Drei Sanitäter, die den Erkrankten in das Spital begleitet hatten, wurden nach Angaben der Stadt Dallas negativ auf das Virus getestet.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass erstmals während der aktuellen Epidemie ein Fall von Ebola außerhalb von Afrika festgestellt wurde. Das Virus wurde bei einem Mann in Texas diagnostiziert, der sich im westafrikanischen Liberia mit der Krankheit angesteckt hatte. Während eines Familienbesuchs in Texas entwickelte er die für Ebola typischen Symptome und wurde schließlich am Sonntag in einem Krankenhaus in Dallas unter Quarantäne gestellt. Nach Angaben des Spitals ist der Gesundheitszustand des Mannes ernst.

Der Seuche sind nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Jahresbeginn bereits mehr als 3.000 Menschen in Westafrika zum Opfer gefallen. Allein 1.830 Todesfälle gab es in Liberia. (APA)


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