EU-Kommission - Canete verteidigt Vorgehen bei Aktienverkauf

Brüssel (APA) - Der designierte spanische EU-Kommissar für Energie und Klima, Miguel Arias Canete, hat sein Vorgehen beim Aktienverkauf vert...

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Brüssel (APA) - Der designierte spanische EU-Kommissar für Energie und Klima, Miguel Arias Canete, hat sein Vorgehen beim Aktienverkauf verteidigt. Beim Hearing im Europaparlament am Mittwoch in Brüssel sagte Arias Canete, „an dem Tag, an dem ich wusste, dass ich Kommissar werden kann, habe ich mich entschlossen, meine Anteile an den zwei Ölfirmen zu verkaufen“.

Außerdem sei sein Sohn aus dem Vorstand zurückgetreten. In der Interessenserklärung habe er auch klar gemacht, dass weder seine Frau noch sein Sohn „noch ich irgendeinen Sitz in den Unternehmen habe“. Die „Familienbande werden hier nicht hineinspielen“. Arias Canete: „Ich habe gehandelt, sobald ich wusste, dass ich Kommissar werden würde. In Spanien dauert das Verfahren fünf Tage, das kann nicht sofort über die Bühne gehen“. Er habe jedenfalls „keinen Interessenskonflikt“.

Die Kandidatur des Spaniers löste wegen seiner Verbindungen zur Ölindustrie Kritik aus. Er war so gezwungen, seine Anteile an den zwei Ölfirmen Petrolifera Ducar und Petrologis Canaris zu verkaufen, um seine Nominierung zum Kommissar für Klimaschutz und Energie zu stützen. Die Grünen warfen ihm vor, dass sein Sohn, seine Frau und sein Schwager Anteilseigner bleiben oder sogar in den Vorständen der Firmen sitzen.


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