Canete: Atomkraft ist Entscheidung der EU-Staaten

Brüssel (APA) - Der designierte spanische EU-Kommissar für Energie und Klima, Miguel Arias Canete, sieht die Entscheidung über den Einsatz d...

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Brüssel (APA) - Der designierte spanische EU-Kommissar für Energie und Klima, Miguel Arias Canete, sieht die Entscheidung über den Einsatz der Atomkraft bei jedem einzelnen Mitgliedsstaat. „Ich kann als Kommissar nicht eher für eine Energiequelle als für eine andere sein“, so Canete am Mittwoch bei der Anhörung im Europaparlament.

Ein Staat könne die Kernenergie nutzen, für das Problem der Abfälle gebe es die Atomabfallrichtlinie, sagte der konservative Politiker. Die EU-Kommission müsse die höchstmögliche Sicherheit garantieren. Dabei gebe es eine Zusammenarbeit mit Euratom. „Wichtig ist die Garantie. Wenn es ein Land gibt, das Kernenergie entwickeln möchte, können sie das tun, aber mit höchstmöglichen Sicherheitsgarantien“.

Canete: „Die Mitgliedsländer können die Energiequellen nutzen, die sie möchten. Viele gibt es in der EU, die für Atomkraft eintreten, andere legen die Kernkraft still wie Belgien oder Deutschland. In anderen gibt es neue Reaktoren wie Ungarn oder Großbritannien.“ Die EU-Kommission achte darauf, dass Stilllegungsprozesse bei Kernreaktoren so sicher wie möglich durchgeführt werden „und Kernabfälle in die Lagerstätten gehen, wo sie so sicher wie möglich gelagert werden“.

Jüngst gab es Aufregung über den Bau des AKW Hinkley Point in Großbritannien. Die EU-Kommission kündigte zuletzt eine positive Entscheidung über britische Staatsbeihilfen für den Meiler an.

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