Künstliche Wolke soll Ötztal beschneien

Neue Technologien sollen Alpintourismus effizienter machen. Experten beraten darüber in Seefeld.

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Innsbruck – Im selbstfahrenden Auto zum Hotel reisen, mit dem Smartphone einchecken, im Zimmer ein Teppich, der Daten überträgt. Noch sind diese Ideen Zukunftsmusik. Über die Umsetzung solcher Visionen berieten die Referenten des Forums Tourism meets Industry (TMI). Gestern tagte dieses Forum in Seefeld.

Der Osttiroler Wissenschafter Michael Bacher stellte beim TMI eine künstliche Schneewolke vor. Sie produziert mit einem Kubikmeter Wasser bis zu 15 Kubikmeter Neuschnee. Laut Bacher sei der Betrieb der Wolke wesentlich billiger und effizienter als herkömmliche Schneekanonen. Diese bräuchten mehr als siebenmal so viel Wasser für die gleiche Menge Schnee. Zudem sei der Schnee aus der Wolke im Gegensatz zu jenem aus Schneekanonen mit echtem Neuschnee gleichzusetzen. In Obergurgl soll die künstliche Wolke in einer mehrmonatigen Testphase ab November für zusätzlichen Neuschnee sorgen. Leo Holzknecht vom Ötztal Tourismus erklärte das Engagement Obergurgls an Bachers Erfindung mit der Wichtigkeit künstlichen Schnees für den modernen Wintertourismus. „Wir brauchen Innovationen.“

Neue Technologien sollen aber auch in anderen Bereichen des Tourismus zum Einsatz kommen. Peter Mirski vom MCI und Dietmar Kilian von der PDAGroup gingen der Frage nach, wie Industrie und Tourismus besser vernetzt werden können. „Der Tourismus ist ein ideales Testfeld für industrielle Innovationen“, so Kilian. Nachhaltiger und effizienter Fremdenverkehr sind das Ziel. Gäste sollen mit neuen Technologien in den Genuss neuer, individueller Dienstleistungen kommen. Gleichzeitig soll damit ein Anreiz für Unternehmen geschaffen werden, ihren Standort in Europa zu belassen. (ibu)

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