Schlepper-Prozess in Wiener Neustadt: Nächster Termin 9. Oktober

Wiener Neustadt (APA) - Der seit März am Landesgericht Wiener Neustadt laufende, bis zum 4. Dezember anberaumte Schlepper-Prozess legt eine ...

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Wiener Neustadt (APA) - Der seit März am Landesgericht Wiener Neustadt laufende, bis zum 4. Dezember anberaumte Schlepper-Prozess legt eine „kleine Pause“ ein: Nach zwei Verhandlungstagen in dieser Woche, die weiterhin vom Vorspielen der Telefonüberwachungsmitschnitte geprägt waren, geht es am kommenden Donnerstag, dem 9. Oktober weiter.

Die Staatsanwaltschaft wirft allen acht Asiaten, darunter Asyl-Aktivisten bzw. ehemalige Servitenkloster-Flüchtlinge, vor, im Rahmen einer kriminellen Vereinigung als Schlepper behilflich gewesen zu sein. Der Drittangeklagte, der dem Prozess kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen unentschuldigt fern geblieben war, saß am gestrigen Mittwoch wieder auf der Anklagebank.

Am Programm stand die weitere Einvernahme des Fünftangeklagten. Die Befragung zielte darauf, herauszuarbeiten, ob der Pakistaner bei seinen „Einsätzen“ Geld verdient habe. Denn das ist Tatbestandsmerkmal des Schlepper-Paragrafen, wie sein Verteidiger Clemens Lahner gegenüber der APA anmerkte. „Ich habe zum Teil für meine Landsmänner Tickets aus eigener Tasche gekauft“, gab der Beschuldigte dazu an. Und: „Ich habe mehrere Hundert Euro Verlust gemacht und war acht Monate in Untersuchungshaft.“ Bei seiner Festnahme „waren zehn Euro in meiner Hosentasche“, verteidigte er sich.

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