IS - Ermordung französischer Geisel: Algerien jagt 15 Verdächtige

Algier (APA/AFP) - Die algerische Justiz hat Strafverfahren gegen 15 Verdächtige eingeleitet, die an der Entführung und Enthauptung einer fr...

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Algier (APA/AFP) - Die algerische Justiz hat Strafverfahren gegen 15 Verdächtige eingeleitet, die an der Entführung und Enthauptung einer französischen Geisel beteiligt gewesen sein sollen. Bei allen Flüchtigen handelt es sich um Algerier, wie am Donnerstag aus Justizkreisen verlautete. Gegen sie wird demnach wegen der „Gründung einer bewaffneten Terrorgruppe“, Geiselnahme und vorsätzlicher Tötung ermittelt.

Mit dabei sei der Anführer der Jihadistengruppe Jund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats), Abdelmalek Gouri. Die französische Geisel Herve Gourdel war am 21. September bei einer Wanderung im Nationalpark Djurdjura in der algerischen Bergregion Kabylei verschleppt worden. Jund al-Khilafa drohte am Folgetag mit seiner Ermordung und forderte Frankreich auf, seine Luftangriffe gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) im Irak binnen 24 Stunden einzustellen. Nach Ablauf des Ultimatums wurde am Mittwoch vergangener Woche ein Video von der Hinrichtung Gourdels veröffentlicht.

Die insbesondere im Irak und in Syrien aktiven IS-Jihadisten hatten ihre Anhänger in der vergangenen Woche aufgerufen, wahllos Bürger aus Ländern zu töten, die sich der internationalen Koalition gegen die Miliz angeschlossen haben. Dabei wurden vor allem Franzosen und US-Bürger als Ziele genannt.


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