NYPD wollte Opfer von Polizeikugeln als Erstochenen ausgeben

Ein Unbewaffneter, der einen Streit in New York schlichten wollte, bezahlte seinen Einsatz mit dem Leben. Der Mann geriet ins Schussfeld der Polizei. Die offizielle Version war zunächst, dass der Mann erstochen worden sei.

  • Artikel
Symbolbild.
© BRIAN BLANCO

New York – Die New Yorker Polizei hat laut New York Times einen von ihr versehentlich erschossenen Mann als Opfer einer Messerstecherei ausgeben wollen. Der 52-Jährige hatte am Montag bei einem Streit zwischen einem Mann und dessen Ex-Freundin vermitteln wollen, schrieb das Blatt am Donnerstag. Als die Polizei eintraf, kam es zu einer Schießerei, bei der beide Männer getötet wurden.

Der Times zufolge gaben die Polizisten an, dass der 52-Jährige schon tot gewesen sei, als sie ankamen. Er habe Stichwunden aufgewiesen. Das war auch zunächst die offizielle Version der Polizei. Eine Obduktion am Mittwoch habe aber ergeben, dass es keinerlei Stichwunden an der Leiche gab – dafür Schussverletzungen. Der Täter hatte demnach zwei Messer, der 52-Jährige war unbewaffnet. Drei Polizisten hatten mehr als ein Dutzend Schüsse abgefeuert. (APA/dpa)


Schlagworte