Klagenfurter FPÖ - Gunzer legt alle Funktionen zurück

Klagenfurt (APA) - Der Machtkampf in der Klagenfurter FPÖ ist entschieden: Vizebürgermeister Albert Gunzer legt alle politischen Ämter bis 1...

  • Artikel
  • Diskussion

Klagenfurt (APA) - Der Machtkampf in der Klagenfurter FPÖ ist entschieden: Vizebürgermeister Albert Gunzer legt alle politischen Ämter bis 17. Oktober zurück. Das erklärten Gunzer und Bürgermeister Christian Scheider am Freitag übereinstimmend gegenüber der APA, nachdem es eine Aussprache zwischen den beiden gegeben hatte. Gunzer hatte am Mittwoch angekündigt, selbst für das Bürgermeisteramt zu kandidieren.

Mit einer „Bürgerallianz“ will der Noch-Vizebürgermeister am 1. März selbst das Amt des Stadtchefs erringen, seine Funktionen als Finanz-, Wirtschafts- und Kulturreferent wollte er aber bis zur Wahl behalten. Als Reaktion darauf scharte Scheider den FPÖ-Gemeinderatsklub hinter sich und drohte Gunzer mit der Abwahl, sollte er nicht freiwillig gehen. „Wir haben heute schriftlich vereinbart, dass Gunzer bis zum 17. Oktober seine Funktionen zurücklegt“, erklärte Scheider. Der Rückzug umfasse die Funktion des Vizebürgermeisters sowie des Stadtrats. Auch den Aufsichtsratsvorsitz der Kärntner Messen ist Gunzer los, das macht Scheider nun selbst.

Gunzer erklärte, er habe den Bürgermeister gebeten, einige Projekte als Finanzreferent noch abschließen zu können, daher habe man die Frist bis zum 17. Oktober vereinbart. Zum Messepräsidenten meinte Gunzer: „Ich habe dem Bürgermeister angeboten, das auch weiterhin zu machen, ich hätte es auch gerne gemacht, aber Scheider hat das an sich gezogen.“ Parteimitglied ist Gunzer nicht mehr: „Das ist mit meiner Ankündigung der Kandidatur erloschen.“ Er bleibt aber als wilder Gemeinderat im Stadtparlament, zumindest bis zum 1. März.

In der Klagenfurter FPÖ beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger, der zumindest bis zur Gemeinderatswahl Gunzers Agenden übernimmt. Scheider: „Ich will das auf breiter Basis diskutieren, bis zum 17. Oktober werden wir eine Lösung haben.“ Auf die Frage, ob Gunzers Referate für die paar Monate nicht auf die anderen Stadtsenatsmitglieder aufgeteilt werden könnten, meinte Scheider, er wolle diese Variante nicht ausschließen. „Man muss aber jedenfalls vorher prüfen, ob das rechtlich überhaupt möglich ist.“ Erleichtert zeigte sich auch FPÖ-Landesparteichef Christian Ragger: „Die Vernunft hat gesiegt.“

~ WEB http://www.fpoe.at ~ APA147 2014-10-03/10:49


Kommentieren