Kanaren setzen Referendum über geplante Erkundung von Ölvorkommen an

Madrid/Las Palmas (APA/AFP) - Die Regionalregierung der Kanaren hat ein Referendum über die geplante Erkundung von Erdölvorkommen vor Fuerte...

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Madrid/Las Palmas (APA/AFP) - Die Regionalregierung der Kanaren hat ein Referendum über die geplante Erkundung von Erdölvorkommen vor Fuerteventura und Lanzarote angesetzt. Die Abstimmung finde am 23. November statt, kündigte Regionalpräsident Paulino Rivero am Donnerstag an. Die Frage werde lauten: „Sollten die Kanaren ihre Umwelt- und Tourismuspolitik für die Erkundung von Gas- oder Erdölvorkommen ändern?“

Die spanische Zentralregierung hatte dem Ölkonzern Repsol Mitte August die Erlaubnis erteilt, etwa 50 Kilometer vor den Küsten der Urlaubsinseln Lanzarote und Fuerteventura die Erdölvorkommen zu erkunden. Dazu darf der Konzern Probebohrungen in einer Tiefe zwischen drei und sieben Kilometern unter dem Meeresboden vornehmen. Im Gegenzug muss Repsol eine Garantiesumme in Höhe von 20 Millionen Euro für die Beseitigung möglicher Umweltschäden bereitstellen.

Die Regionalregierung und Umweltschutzgruppen laufen Sturm gegen die Pläne des Konzerns. Rivero drohte Madrid Mitte August mit dem Abbruch der Beziehungen. Er forderte Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy auf, in dem Fall einzuschreiten. Für Mitte Oktober hat ein Bürgerbündnis zu Demonstrationen auf den Kanarischen Inseln aufgerufen.

(Feiertagswiederholung)

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