Bundesheer - Kärntens Kommandant Gitschthaler: „Es schmerzt schon“

Klagenfurt/Wien (APA) - Kärntens Militärkommandant Walter Gitschthaler hat die Schließung der Kaserne in Bleiburg und des Hubschrauberstützp...

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Klagenfurt/Wien (APA) - Kärntens Militärkommandant Walter Gitschthaler hat die Schließung der Kaserne in Bleiburg und des Hubschrauberstützpunktes in Klagenfurt bedauert, gleichzeitig aber auch die Notwendigkeit derselben betont. „Es schmerzt schon; wir wissen aber alle um den Spardruck Bescheid“, sagte Gitschthaler zur APA. Aus Kärntner Sicht habe man zudem „noch Glück gehabt“: „Es hätte schlimmer kommen können.“

Der Standort Bleiburg sei schon seit Jahrzehnten als potenzielle Einsparungsmaßnahme im Gerede gewesen, sagte der Militärkommandant. Allein die Betriebskosten machen 150.000 Euro jährlich aus. Durch den Verkauf des Areals sollen noch einmal 1,5 Millionen Euro erlöst werden. „Wir können Kleinkasernen nicht mehr aufrechterhalten, vor allem, wenn wir Platz in großen Kasernen haben“, erklärte Gitschthaler.

Die in Bleiburg stationierte Lehrkompanie soll demnach auch bis Jänner 2018 in die große Windischkaserne nach Klagenfurt verlegt werden. Die Betriebsstaffel wird aufgelöst, die Betroffenen bekommen neue Arbeitsplätze. Für die insgesamt 48 betroffenen Personen - sieben davon sind Zivilisten - soll individuell die jeweils beste Lösung gefunden werden. „Das werden wir in Abstimmung mit den Bediensteten und den Personalvertretern tun. Wir werden uns jeden Fall genau im Detail anschauen“, sagte Gitschthaler.

Für den Hubschrauberstützpunkt in Klagenfurt Annabichl gilt ähnliches wie für den Standort Bleiburg. „Es ist einfach unwirtschaftlich, einzelne Hubschrauber zu betreiben“, erklärte Gitschthaler. Im Katastrophenfall sollen jedenfalls Helikopter trotzdem schnell zur Stelle sein und temporär nach Kärnten verlegt werden können, so der Militärkommandant. Von der Schließung des Hubschrauberstützpunktes sind rund zehn Personen betroffen.

Anders als in anderen Bundesländern bleibt die Militärmusik in Kärnten bestehen. „Wir haben Glück gehabt, das Bundesheer hat in Kärnten einen großen Stellenwert, es hätte schlimmer kommen können“, meinte Gitschthaler.


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