Der Mensch lernt nur durch Menschen

Bei den heurigen „Dialogen“ der KPH – Edith Stein standen die Qualitäten der Lehrenden im Zentrum.

  • Artikel
  • Diskussion
© kph edith stein

Stams –Der Pädagoge John Hattie, der für seine Metaanalyse Zigtausende Einzeluntersuchungen herangezogen hat, brachte vergangenes Jahr frischen Wind in die Schuldiskussion. Die Lehrperson ist entscheidend, lautet sein Kernsatz.

„Auf die Lehrerin kommt es an!?“ – „Auf den Lehrer kommt es an!?“ war auch das Motto der heurigen Bildungsveranstaltung der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule – Edith Stein vergangene Woche in Stams. „Bei all den Diskussionen um System und Organisation der Bildung geht der einzelne Mensch verloren“, sagte Vizerektor Elmar Fiechter-Alber im Gespräch mit der TT. Dabei wisse man doch, dass der Mensch auf den Menschen angewiesen sei, um zu lernen. Eine gute Lehrperson beschreibt er so: „Ein guter Lehrer steht hinter seinem Fach. Kinder lernen dann, wenn ein Mensch für eine Sache brennt.“

In den vergangenen Jahren sind auch Eignungsfeststellungen ins Visier gerückt. Allein die KPH weist jährlich bei rund 120 Aufnahmen 20 Prozent der Interessenten ab. Sind die ersten Hürden genommen, liegt die pädagogische Herausforderung für Fiechter-Alber darin, mit den „Unterschiedlichkeiten“ der heutigen Welt umzugehen. Hier wünscht sich Fiechter-Alber, wie andere Pädagogen auch, mehr Sozialarbeiter an den Schulen.

Fachliche Kompetenz, Empathie, Reflexionsfähigkeit und Motivation sind für den Referenten Josef Oberneder Schlüsselworte, wenn es um die Qualität des Unterrichtenden geht. Der Vizerektor der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich sieht in wechselnden Aufgaben eine Möglichkeit, die Motivation auch nach 30 Jahren zu halten. Er berichtet auch von einem oberösterreichischen Projekt, bei dem sich Schulen öffnen und sich das Lehrpersonal gegenseitig besucht. (sst)

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte