Bulgariens Präsident übt scharfe Kritik an Putins Russland

Sofia/Moskau (APA/AFP) - Bulgariens Präsident Rossen Plewneliew hat scharfe Kritik an Russland geübt. Das Land sei „ein nationalistischer, a...

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Sofia/Moskau (APA/AFP) - Bulgariens Präsident Rossen Plewneliew hat scharfe Kritik an Russland geübt. Das Land sei „ein nationalistischer, aggressiver Staat“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). In der Welt von Präsident Wladimir Putin „geht es noch zu wie im 19. Jahrhundert, als es Großmächte gab und eine Peripherie, die sich unterzuordnen hatte“.

Besonders erbost reagierte Plewneliew auf Versuche Moskaus, Sofia gegen die EU auszuspielen. So habe der staatliche Gazprom-Konzern dem bulgarischen Wirtschaftsministerium Anweisungen zur Formulierung bestimmter Gesetze im Energiebereich erteilen wollen, damit die geplante Gasleitung South Stream europäisches Recht umgehen könne. „Wir wollen South Stream, als Mitglied der EU wird Bulgarien es nicht zulassen, dass die Leitung gegen europäisches Recht gebaut wird“, sagte Plewneliew der Zeitung.

In Bulgarien wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Ein Gazprom-Sprecher hatte die Erwartung geäußert, der auf Druck der EU eingefrorene Bau von South Stream werde nach der Wahl wieder hochgefahren. „Russland muss lernen, dass es in Europa eine starke Europäische Kommission und einen starken Willen gibt, rechtsstaatliche Prozeduren einzuhalten“, sagte Plewneliew dazu.

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