Sieg für Foda bei Sturm-Comeback, Spitzenreiter WAC schlägt Austria

Aufsteiger Altach setzte sich auswärts bei der Admira durch.

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Wien – Marko Djuricin hat Franco Foda ein erfolgreiches Comeback als Trainer von Sturm Graz beschert. Der Torjäger schoss die Grazer am Samstag im Heimspiel der 11. Runde der Fußball-Bundesliga gegen SV Grödig mit einem Treffer in der 83. Minute zu einem verdienten 1:0-Sieg. Für Sturm war es erst der zweite Saison-Heimsieg.

Eine Art Aufbruchstimmung hatte in Graz Einzug gehalten, nachdem Foda am Dienstag als neuer Coach präsentiert worden war. 9.100 Zuschauer wollten sich den Beginn der Ära Foda III nicht entgehen lassen, sicht- und hörbar wurde diese positive Atmosphäre beim Sturm-Lied vor dem Anpfiff.

Die Grazer gingen entsprechend engagiert zu Werke und waren auch die initiativere Mannschaft. Mit Kombinationsspiel versuchten sie, schnell in die Tiefe zu kommen, allerdings fehlte zu oft die Präzision im Passspiel und im Abschluss.

In der Schlussphase schlugen sie aber doch noch zu. Nach einem Eckball-Trick war die Grödiger Abwehr nicht gut postiert, Hadzic brachte per Kopf den Ball zu Djuricin, der aus kurzer Distanz nur einschieben musste.

Glück hatte Sturm in der Nachspielzeit, als Schiedsrichter Drachta bei einem Zweikampf von Torhüter Gratzei mit Matthias Maak nicht auf Elfmeter entschied. Sturm konnte daher den ersten Heimsieg seit 2. August feiern, Grödig blieb zum dritten Mal in Folge ohne Torerfolg und ist seit sechs Runden sieglos

WAC weiter souverän

Überraschungsteam WAC hat die Spitze in der Fußball-Bundesliga auch in der elften Runde behauptet. Die Kärntner fügten der Wiener Austria am Samstag eine bittere 0:2 (0:1)-Heimniederlage zu und bauten den Vorsprung auf Verfolger Salzburg zumindest bis zum Sonntag auf sechs Punkte aus. Die Tore erzielten Peter Zulj (28.) und Manuel Weber (94.).

Der kleine Aufschwung der bisher zuhause noch ungeschlagenen Austria ist damit nach dem 0:0 in Grödig schon wieder zu Ende. Die Absenz des israelischen Goalgetters Omer Damari, der für den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur freigestellt worden war, konnte von Roman Kienast (erstmals seit der ersten Runde in der Startelf) und Co. nicht wie erhofft kompensiert werden. Anstatt eines „extrem wichtigen Siegs“ (Trainer Gerald Baumgartner) und einer Revanche für das 0:4 im ersten Saisonduell gab es für die spielerisch enttäuschenden Favoritner die erste Niederlage seit 30. August. Der Rückstand auf den WAC beträgt bereits 15 Punkte.

Altach überrascht weiter

Aufsteiger Altach bleibt neben Tabellenführer WAC das Überraschungsteam der Fußball-Bundesliga. Die Vorarlberger feierten bei der Admira einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg und verteidigten damit zumindest Platz vier nach der elften Runde. Die Tore für die Elf von Damir Canadi erzielten Andreas Lienhart (19.) und Patrick Seeger (62.).

Altach ist bereits seit 23. August ungeschlagen und revanchierte sich bei der Admira für das 0:2 im „Ländle“ im ersten Saisonduell. Die Niederösterreicher setzten hingegen ihren Negativtrend fort: Durch die dritte Saison-Heimniederlage ist die Truppe von Walter Knaller schon vier Pflichtspiele ohne Sieg und könnte am Sonntag bis auf Platz acht abrutschen.

Fußball-tipico-Bundesliga - 11. Runde:

FK Austria Wien - WAC 0:2 (0:1)

Wien, Generali-Arena, 7.633, SR Kollegger.

Tore: 0:1 (28.) P. Zulj, 0:2 (94.) M. Weber

Austria: Lindner - Stryger Larsen, Sikov, Rotpuller, Suttner - Holland - Meilinger (64. Kamara), A. Grünwald, Mader, Royer (56. De Paula/70. Th. Salamon) - Kienast

WAC: Kofler - Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla - M. Weber, Hüttenbrenner - Wernitznig (68. Kerhe), P. Zulj (77. Putsche), Jacobo (88. Baldauf) - Silvio

Gelbe Karten: Grünwald bzw. Weber, Standfest, Wernitznig, Jacobo

FC Admira Wacker Mödling - SCR Altach 0:2 (0:1)

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 2.319, SR Lechner.

Tore: 0:1 (19.) Lienhart, 0:2 (62.) Seeger

Admira: Leitner - Zwierschitz, Windbichler, Katzer, Auer - Lackner, Thürauer - Ouedraogo, Schicker (67. Knasmüllner), Bajrami (46. Domoraud

79. Egho) - B. Sulimani

Altach: Kobras - Lienhart, Ortiz, Zwischenbrugger, Schreiner - Netzer - Salomon, Prokopic (87. Kovacec), Tajouri (55. Gercaliu) - Seeger, Aigner (66. Pecirep)

Gelbe Karten: Katzer, Thürauer bzw. Schreiner, Ortiz, Pecirep

SK Sturm Graz - SV Grödig 1:0 (0:0)

Graz, UPC-Arena, 9.100, SR Drachta.

Tor: 1:0 (83.) Djuricin

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Spendlhofer, Madl, Todorovski - Hadzic, Offenbacher - Schick, M. Stankovic (86. Piesinger), Schloffer (74. Gruber) - Djuricin (92. Tadic)

Grödig: C. Stankovic - Potzmann, Maak, Strobl, Martschinko - Brauer (85. Djuric), Völkl - Huspek, Nutz, Schütz (59. Boller) - Reyna (79. R. Wallner)

Gelbe Karten: Madl, Hadzic, Schick, Gruber bzw. Nutz


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