Schaf-Kadaver bei Natters im Wald entsorgt: Zeugenaufruf der Polizei

Spaziergänger machten am Sonntagnachmittag einen grausigen Fund: Schlachtabfälle von 15 bis 20 Tieren waren im Wald entsorgt worden.

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Innsbruck –Einen grausigen Fund machten gestern in Natters Wanderer unweit des bekannten Eichhofes. Vorerst Unbekannte hatten wohl in der Nacht auf Sonntag Schlachtüberreste von 15 bis 20 Schafen unterhalb des Spazierweges im Wald entsorgt. Manfred Jenewein von der Polizeiinspektion Mutters zur TT: „Die Täter haben vom Weg aus die Köpfe, Innereien, Felle und Beine in den Waldhang geworfen. Sie müssen wohl mit einem Lieferwagen gekommen sein.“

Laut Inspektor Jenewein haben die Täter jedoch bei der Entsorgung einen Fehler gemacht: „Während von den Tieren alle Kontrollplaketten entfernt wurden, finden sich auf den Köpfen Markierungen in Signalrot (Hinterhaupt) und Olivgrün (Nacken). Über diese Markierungen hoffen wir nun auf den Landwirt zu kommen, der die Tiere an die vermutlichen Täter verkauft hat“, appelliert die Mutterer Polizei an die Mithilfe der Bevölkerung in ganz Tirol. „Theoretisch können die Tiere auch aus Kufstein stammen“, so Jenewein. Experten am Fundort konnten übrigens bei den noch frischen Schlachtresten auch eindeutige Hinweise auf Schächtung erkennen.

Der Ethik- und Umweltfrevel hat noch weitere Brisanz: Handelt es sich bei dem Waldstück doch um Quellschutzgebiet. Eine Spezialfirma hat den Entsorgungsauftrag bereits übernommen. Hinweise an die PI Mutters erbeten: 059133/7118. (fell)

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