Mit dem Bus von Firma zu Firma

Wirtschaftskammer startet ein Pilotprojekt für mehr Berufsinformation in Schulen.

Kufstein – Die Neue Mittelschul­e Langkampfen hat es im Kleinen vorgemacht, was nun vier Schulen des Bezirkes als Pilotprojekt durchgeführt haben. Unter der Bezeichnung „Berufs-Shuttle“ fuhren rund 150 Schüler zu zehn Betrieben, um sich dort über künftige Lehrmöglichkeiten zu informieren. Finanziert und organisiert wurde dies von der Wirtschaftskamme­r Tirol.

Schon jetzt besteht ein Fachkräftemangel und aus diesem Grund hat man sich bei der Wirtschaftskammer dazu entschieden, eine Kampagne zu starten und die Lehre im Tourismus und in technischen Berufen speziell hervorzuheben.

„In der Volksschule werden die Weichen gestellt“, erklärte Pflichtschulinspektorin Margreth Egger. Die Eltern wüssten oft von der ersten Klasse an, welchen Weg ihr Kind gehen solle, und das würde mit allen Mitteln durchgezogen, auch wenn dies dem Kind extrem schwerfalle. Um dem etwas entgegenzuwirken, werden die Schüler von der Kammer darüber informiert, welche Lehrberufe es gibt und welche Firmen in der Region welche Lehrberufe anbieten. Von WK-Geschäftsführer Peter Wachter wurde die Homepage www.berufs-orientierung.at initiiert und dort konnten sich die Schulen für den Berufs-Shuttle bewerben. Am gestrigen Mittwoch konnten daher die Schüler der 4. Klassen der NMS Reith im Alpbachtal, Alp­bach, Wildschönau und Söll auf Reisen gehen. Bei einer festgelegten Tour haben sie drei bis vier Firmen besucht und schon während der Busfahrt wurden sie über die jeweilige Firma informiert. In Gruppen zu jeweils rund 15 Schülern erhielten sie eine Firmenführung und konnten kleine Tätigkeiten ausführen.

Die Beteiligten wünschen sich, dass alle Schulen im Bezirk die Firmen in der Region besuchen, doch fest steht, dass es auf diese Art nicht für alle organisiert und finanziert werden kann. „Es ist ein sehr kostspieliges Projekt und daher müssen die Schulen mehr Eigeninitiative zeigen“, erklärte Wachter. Die Organisation mit den Firmen würde die WK weiterhin übernehmen und auch die Jause für die Schüler würde Finanziers finden. „Vielleicht kann man anstelle des Wandertags von einer Firma zur anderen wandern“, meinte WK-Bezirksobmann Martin Hirner. Nun soll eine Befragung klären, ob eine Weiterführung erwünscht ist. (be)


Kommentieren


Schlagworte