Haus der Musik: Siegerprojekt in Innsbruck vorgestellt

Heute wurde das Siegerprojekt für das Haus der Musik in Innsbruck offiziell präsentiert. Die Jury will die Fassade überarbeitet wissen. Das neue Musikzentrum soll innerhalb der ersten Jahreshälfte 2018 fertiggestellt werden. Das Auftragsvolumen liegt bei knapp 50 Millionen Euro.

Architekt Erich Strolz gewann den Wettbewerb und darf dem „Haus der Musik“ in Innsbruck Gestalt und Form geben.
© Thomas Böhm / TT

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Erstmals durfte Erich Strolz heute mit Stolz das sagen, was ihm bereits seit vielen Tagen auf der Zunge brennt, er aber aufgrund einer Stillhaltefrist öffentlich noch nicht verlautbaren durfte: Er ist es, der dem „Haus der Musik“ in Innsbruck Gestalt und Form geben darf. Wie bereits vor Tagen exklusiv berichtet, konnte sich der Innsbrucker Architekt in einem EU-weiten, zweistufigen Wettbewerb unter 126 Einreichungen durchsetzen. Platz zwei und drei gingen an Wiesflecker Architekten ZT GmbH bzw. die Wiener Arge Mario Gasser und Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH.

Erste, im Internet aufgetauchte Bilder eines Baumassenmodells des Strolzschen Siegerentwurfs stellen bestenfalls vage Anhaltspunkte dessen dar, was auf jenem von Landestheater, Hofburg und Hofkirche umgebenen, innerstädtischen Areal, auf welchem sich derzeit noch die alten Stadtsäle/Kammerspiele befinden, zukommen dürfte. Präzisere Visualisierungen, wie die TT bereits von den Drittplatzierten veröffentlichte, wurden bis Montag strikt unter Verschluss gehalten. Umso gespannter wurde die heutige Präsentation, welche von Bund, Land und Stadt gemeinsam vorgenommen wird, erwartet.

Die Jury unter Vorsitz von Ernst Beneder fand in ihrer Beurteilung des Siegerprojektes insbesondere an der „klaren Kubatur“ und dem „kompakten Volumen“ Gefallen. Das vorgegebene Programm lasse sich damit locker an diesen prominenten Platz einfügen, hieß es in der Begründung. Immerhin soll das Haus der Musik, dessen Kosten mit rund 50 Millionen Euro veranschlagt werden, neue Heimstätte u. a. für Symphonieorchester, Kammerspiele, Landeskonservatorium und Mozarteum werden.

Doch die Jury hat Strolz auch Hausaufgaben mit auf das Siegerpodest gegeben. Insbesondere, was die Fassade betrifft. Hier gelte es erst noch „eine der bauplastischen Qualität entsprechende Fassadengliederung“ umzusetzen.

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Noch ungeklärt soll sein, was mit den in den Stadtsälen befindlichen Weiler-Wandbildern und der Orgel nach dem Abriss des Gebäudes passiert. Die Weiler-Bilder, so heißt es, könnten auch im neuen Haus integriert werden.

Alle 126 Entwürfe werden von 14. bis 22. Oktober in den Tollingerhallen (ehem. Funsporthallen) am Paschbergweg nahe der Olympiaworld ausgestellt.

Reaktionen

LH Günther Platter: „Tirol ist ein Kulturland. Das ‚Haus der Musik‘ wird ein weiteres sichtbares Zeichen für den Stellenwert der Kultur und insbesondere der Musik in unserem Land sein.“

BM Christine Oppitz-Plörer: „Mit dem ‚Haus der Musik‘ werden optimale Arbeitsbedingungen sowie adäquate Probe- und Unterrichtsräume für Musikschaffende, Studierende und Lehrende geschaffen.“

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Visualisierung Siegerprojekt von Architekt Erich Strolz.

© IKM

Visualisierung Siegerprojekt von Architekt Erich Strolz.

© Thomas Böhm

Visualisierung Siegerprojekt von Architekt Erich Strolz.

© Thomas Böhm


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