Freiwilligenmesse

„Ehrenamtliche sind Heldinnen und Helden des Alltages“

Kommendes Wochenende findet in Wien zum dritten Mal die Freiwilligenmesse statt. Innenministerin Mikl-Leitner hob in einer Pressekonferenz die Bedeutung der Ehrenamtlichen hervor.

Wien – 3,3 Millionen Österreicher sind ehrenamtlich tätig und das durchschnittlich vier Stunden pro Woche. Um noch mehr Ehrenamtliche zu gewinnen wird am 25. und 26. Oktober zum dritten Mal die Freiwilligenmesse in Wien veranstaltet. „Ehrenamtliche sind Heldinnen und Helden des Alltags“, betonte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien.

„Die Freiwilligenmesse ist für mich etwas ganz Besonderes: Zum einen, weil dadurch die Möglichkeit gegeben ist, Ehrenamtliche vor den Vorhang zu holen und zum anderen, weil es eine gute Möglichkeit ist, noch mehr Menschen zu motivieren, sich freiwillig zu engagieren“, sagte die Innenministerin. Laut Michael Walk, Geschäftsführer des Vereines Freiwilligenmessen, konnten die teilnehmenden Organisationen durch die bisherigen zwei Messen im Museum für Angewandte Kunst 1.500 neue Freiwillige gewinnen, die jährlich etwa 300.000 unbezahlte Arbeitsstunden - vor allem im Bereich Sport und Kultur - leisten würden. „Die Freiwilligenarbeit ist für viele Teile der Gesellschaft unverzichtbar geworden, das Land würde ohne die Ehrenamtlichen ganz anders dastehen“, sagte Walk.

Freiwilligenmesse in Wien

Die Messe findet am Samstag, 25. Oktober, von 10:00 bis 18:00 Uhr und am Sonntag, 26. Oktober, von 10:00 bis 17:00 Uhr im Wiener Musem für angewandte Kunst Stubenring 5, 1010 Wien, statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter http://www.freiwilligenmesse.at

„In einer schnelllebigen Zeit geben diese Menschen das Wertvollste, das man zur Verfügung hat: Ihre Zeit. Darauf können wir sehr stolz sein, denn im Europavergleich sind wir federführend“, so Mikl-Leitner. „Es zahlt sich aus, zu sehen, mit welchem Engagement sich die Freiwilligen einsetzen“, empfahl Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) einen Besuch bei der Messe. Obwohl bereits unzählige Personen Zeit und Wissen für die gute Sache spenden, ist der Bedarf an Ehrenamtlichen nach wie vor sehr groß. Während in ländlichen Regionen fast die Hälfte der Österreicher freiwillig tätig ist, engagiert sich im städtischen Bereich gerade einmal jeder fünfte bis sechste Bürger.

„Ich glaube, das liegt einfach an der Anonymität in der Stadt und daran, dass die Menschen hier nicht so in das Gemeindewesen eingebunden sind wie am Land“, erklärte Initiator Walk. Auf die Frage, warum sie sich nicht karitativ einsetzen, meinten laut Walk 60 Prozent der Wiener, dass man sie noch nie gefragt hätte. „Es geht also auch darum, diese Menschen mit der Messe abzuholen“, erklärte Mikl-Leitner. „Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann, dass die Messe wieder viel Erfolg hat und sich viele neue Ehrenamtliche finden. Sie investieren viel Kraft und bekommen gleichzeitig den Respekt und die Zuneigung jener Personen, denen sie helfen, zurück“, so die Innenministerin. (APA)