Die Kamera läuft und sorgt bei den Volleyballern für Stress
Weil am Mittwoch gleich zwei Volleyball-Leckerbissen live im TV übertragen werden, wartet hinter den Kulissen jede Menge Arbeit.
Von Sabine Hochschwarzer
Innsbruck –Ballermann in Innsbruck West: Tirols Volleyballer – Damen und Herren – stehen morgen im Fokus. Beide baggern in der USI-Halle mit der Nummer 40 live vor den TV-Kameras, die Frauen zum ersten Mal überhaupt.
Erst schwenken die Linsen auf die Damen, auf das Innsbrucker Derby zwischen TI-Volley und VC Tirol (17.30 Uhr). Danach folgt der Schnitt zum Volleyball-Gipfel zwischen Hypo Tirol und Aich/Dob (Kärnten/20.15 Uhr), den beiden Champions-League-Startern.
Zwei Schlagerspiele an einem Schauplatz, dazwischen viel Stress. „Wir haben alles im Griff, nur nicht die Dauer des Damenspiels“, sorgt sich Hypo-Manager Hannes Kronthaler. Wenn die Frauen zwei Stunden lang smashen, wird es eng. Denn: Die Halle muss für das nachfolgende Männerspiel umgebaut werden. Banden, Werbeflächen, VIP-Zone, aber auch auf den Boden soll das so genannte Branding mit den Aufklebern des Heimvereins. Im Vergleich zur Adaptierung der Olympiahalle für die Champions League eine kleine Herausforderung, unter Zeitdruck aber eine bis zur USI-Hallendecke reichende.
„45 Minuten brauchen wir zum Aufwärmen, davon rund 30 Minuten am Feld. Wenn dort noch jemand herumwerken muss, wird es knapp“, beschreibt Kronthaler, der selbst schon mal am Hallenboden kniend aushilft, eine mögliche Szene. Trinkflaschen, Bananenschalen oder Traubenzucker-Papierln sollten nicht liegen bleiben, fordert er deshalb streng.
Die Regie-Anweisungen für den Umbau sind demnach minutiös geplant, einzelne Werbeplakate beispielsweise nur lose befestigt, um sie nach dem Derby schnell abziehen zu können. 20 TI-Spieler werken für die eine Seite, für die andere acht Helfer, die seit vier Jahren für Hypo Szenen wechseln. „Es ist alles genau abgesprochen“, hofft TI-Manager Michael Falkner auf einen reibungslosen Ablauf. Kronthaler ergänzt: „Mit einem fremden Verein würde ich das auf keinen Fall machen.“
Für die Dramaturgie des Abends müssen dennoch die Spieler sorgen, zunächst die Damen mit ihrem 43. Innsbrucker Stadtderby. „Es ist gut, dass wir zuerst dran sind. Die körperlichen Unterschiede sind sichtbar, dafür gibt es bei den Damen längere Ballwechsel“, wünscht sich Falkner, Zuschauer des Herrenspiels früher in die Halle locken zu können. Hypos Herren hoffen ebenfalls auf mehr Zuschauer, auf „weibliche“ Fans sozusagen.
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