SOS-Kinder in Innsbruck als besondere Vorbilder ausgezeichnet
Ein Nepalese und eine Inderin erhielten in Innsbruck den diesjährigen Hermann-Gmeiner-Preis. Beide wurden früher von SOS-Kinderdorf unterstützt und gelten heute als Vorbilder für die Gesellschaft.
Innsbruck – Maya Dhal ist 24 Jahre alt und kommt aus Indien. Die junge Frau setzt sich für Schulbildung von Slumkinder ein. Christian Deepak kommt aus Nepal, er ist 39 Jahre alt und er engagiert sich für Barrierefreiheit in seinem Land. Beide haben gemeinsam, dass sie seit vergangenen Freitag Träger des Hermann-Gmeiner-Preises sind und beide wuchsen in einem SOS-Kinderdorf auf. Dhal kam bereits im Alter von vier Monaten, nach dem Tod ihrer Eltern, ins SOS-Kinderdorf Bhubanewar in Indien, Deepak lebte ab seinem zehnten Lebensjahr im Kinderdorf Jorpati, in dem Kinder mit Behinderungen betreut werden.
Der Hermann-Gmeiner-Preis wird alle zwei Jahre an Menschen vergeben, die ihre Kindjeit in einem SOS-Kinderdorf verbracht haben und heute „inspirierende Vorbilder der Gesellschaft sind“, heißt es in einer Aussendung am Montag. Die Preisträger 2014 wurden in der Gmeiner-Akademie in Innsbruck von SOS-Präsident Siddharta Kaul und dem Präsidenten der Gmeiner-Akademie, Helmut Kutin, ausgezeichnet.
Je 7500 Euro Preisgeld
Siddharta Kaul aus Indien hielt die Laudatio für Landsfrau Maya Dhal und würdigte ihren bewundernswerten Einsatz für Slumkinder. Helmut Kutin beschrieb den seit seiner Kindheit im Rollstuhl sitzenden Deepak als unermüdlichen Kämpfer für die Rechte behinderter Menschen in Nepal. Beide Preisträger erhielten jeweils einen Scheck über 7500 Euro. Die Mittel stammen aus den Zinsen einer Stiftung, die von der Stifterin zweckgewidmet für den Hermann-Gmeiner-Preis eingerichtet wurde. (tt.com)
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