AK will Industrie nicht gegen Klimaschutz ausgespielt wissen

Wien (APA) - Die Arbeiterkammer (AK) hat sich am Montag mit Blick auf den Europäischen Rat zu CO2- und Energieeffizienzzielen der EU bis 203...

Wien (APA) - Die Arbeiterkammer (AK) hat sich am Montag mit Blick auf den Europäischen Rat zu CO2- und Energieeffizienzzielen der EU bis 2030 ab Donnerstag gegen ein Ausspielen von Industrie und Klimaschutz gewendet. Beide EU-Ziele - Klimaschutz und Re-Industrialisierung - seien „gut und notwendig“, so AK-Präsident Rudolf Kaske. Ähnlich wie die IV fordert er für den Klimaschutz aber ein weltweites Abkommen.

Da die IV mit allen Sozialpartnern - also auch der AK - bereits zwei gemeinsame Briefe zu diesem Thema an Regierungspolitiker vom Kanzler abwärts gesendet hat, sind die AK-Forderungen jenen ähnlich, die die IV heute in einer Pressekonferenz transportierte. Man brauche von den anderen maßgeblichen Wirtschaftsräumen neben der EU Zusagen für eine CO2-Reduktion, so Kaske in einer Aussendung. „Es hat keinen Sinn, wenn die EU sich jetzt schon ohne Vorbehalt des Ergebnisses der Weltklimakonferenz im kommenden Jahr festlegt“, so der Arbeitnehmervertreter weiter. Konkretisiert werden müsse auch, wie die einzelnen Ziele erreicht werden sollen, forderte der Arbeitnehmervertreter.

Auf Anfrage hieß es seitens der AK mit Verweis auf das World Input-Output-Database (WIOD), dass die höchsten Energiekosten in Prozent des Bruttoumsatzes in Österreich bei Firmen wie der voestalpine, Wienerberger oder Lenzing auftreten und bei jeweils acht bis zwölf Prozent liegen.

Greenpeace warnte in einer Aussendung indes vor „wenig ambitionierten“ Klimazielen. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene 27-Prozent-Ziel beim Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energiemix zementiere die wichtige Rolle von Atomkraft in Europa ein.

Bei den EU-Klimazielen, bei denen noch wenig Einigkeit unter den Mitgliedsstaaten herrscht, ist Österreich für ein verbindliches 40-Prozent-Ziel bei den Treibhausgasreduktionen, ebenso für ein verbindliches Mindestziel von 27 Prozent bei Alternativenergien, aber nur für eine unverbindliche 30-Prozent-Energieeffizienz.

~ WEB http://www.arbeiterkammer.at

http://www.iv-net.at/ ~ APA330 2014-10-20/14:25