Zehn Jahre MdM Salzburg: Eine Mio. Zuschauer in 84 Ausstellungen
Salzburg (APA) - Seit zehn Jahren gibt es das neue Museum der Moderne (MdM) auf dem Salzburger Mönchsberg - in dieser Zeitspanne haben drei ...
Salzburg (APA) - Seit zehn Jahren gibt es das neue Museum der Moderne (MdM) auf dem Salzburger Mönchsberg - in dieser Zeitspanne haben drei Direktoren und ihre Teams 84 Ausstellungen organisiert und insgesamt rund eine Million Besucher in die Ausstellungsräume auf dem Salzburger Stadtberg gelockt. Dies gab das MdM heute, Montag, in einer Aussendung bekannt.
Von 2001 bis 2005 war Agnes Husslein-Arco für Salzburgs größtes Kunstmuseum verantwortlich, von 2006 bis 2013 wurde das Haus vom Schweizer Toni Stooss geleitet, und seit einem Jahr ist es Sabine Breitwieser. Am 26. Oktober 2014 soll der runde Geburtstag des MdM mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden.
Ein erster Architekturwettbewerb geht zurück in die 1980er-Jahre, Gewinner war damals der portugiesische Stararchitekt Alvaro Siza. In den Jahren danach hat sich Salzburg mit Entwürfen von Hans Hollein beschäftigt, der Pläne für ein „Museum im Berg“ zur Errichtung der ersten Außenstelle des Guggenheim-Museums in Salzburg vorgelegt hatte. 2002 begann man schließlich mit dem Bau des MdM auf dem Felsplateau über der Altstadt. Das junge Münchner Architekten-Team Friedrich Hoff Zwink hatte den Wettbewerb für sich entschieden. Im Herbst 2004 wurde das neue Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg mit seinen 2.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche eröffnet. Damit verdreifachte sich die Schaufläche gegenüber dem Rupertinum, dem Stammhaus des MdM im Salzburger Festspielbezirk.
Künstler wie William Kentridge, Anselm Kiefer, Stephan Balkenhol, Max Ernst, Hiroshi Sugimoto, Paul Klee, Georg Baselitz, Tony Cragg, Ernst Ludwig Kirchner, Alberto Giacometti, Robert Wilson, John Cage und Alex Katz wurden in umfangreichen Einzelausstellungen auf dem Mönchsberg präsentiert. Gruppen-Ausstellungen der Reihe „Les Grands Spectacles“, „Mahjong“, die Sammlung des Kunstmuseums Winterthur oder „Rollenbilder - Rollenspiele“ zogen nationales und internationales Publikum an.
Trotzdem will die neue Direktorin an diesem Erfolgskonzept einiges ändern und den „interdisziplinären Kunstbegriff“, Frauen in der Kunst sowie die eigene Sammlung stärker in den Mittelpunkt rücken. „Die erfolgreiche und umfassende Neupositionierung des Museums muss in den nächsten Jahren unser primäres Ziel sein“, erklärte Breitwieser. „Denn in den vergangenen zehn Jahren haben sich die Kunst und die Museumswelt stark verändert. Wir werden daher unser Augenmerk verstärkt darauf richten, welchen unersetzbaren Beitrag Künstlerinnen zur Kunstgeschichte geleistet haben und welche Rolle Künstlerinnen und Künstler einnehmen, die nicht aus westlichen Regionen stammen.“
(S E R V I C E - www.museumdermoderne.at)
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