Aufregung um zwei vergiftete Hunde: Wiese wird mit Kamera überwacht
Seekirchen/Salzburg (APA) - Nach der Aufregung um offenbar mehrere getötete Hunde hat heute, Montag, ein Krisenstab Sofortmaßnahmen für die ...
Seekirchen/Salzburg (APA) - Nach der Aufregung um offenbar mehrere getötete Hunde hat heute, Montag, ein Krisenstab Sofortmaßnahmen für die Hundewiese in Seekirchen beschlossen. „Die gesamte Anlage bekommt große Scheinwerfer und wird mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Das Areal wird künftig kameraüberwacht“, informierte Landtagsabgeordneter Helmut Naderer (Team Stronach) in einer Aussendung.
Das Gras der vier Hektar großen Hundewiese werde nun so kurz wie möglich gemäht und dann als Sondermüll entsorgt, erklärte Naderer, der von Beruf Polizist ist. „Die Wiese bleibt bis zur vollständigen Umsetzung aller beschlossenen Maßnahmen gesperrt. Wenn ich die Vorgangsweise nach meiner polizeilichen Ausbildung beurteile, dann tragen die Hundemorde Merkmale eines terroristischen Anschlages.“ Es werde wahllos Leid herbeigeführt, dem Täter gehe es nur darum zu töten, egal, welchen Hund, meinte Naderer.
Dem Krisenstab gehörten Mitarbeiter des Guts Aiderbichl sowie die Obfrau des Hundewiesenvereins, Gisi Ramsauer, und Naderer an. Auch Landesveterinär Josef Schöchl und Tierarzt Manfred Arnezeder standen laut Naderer mit dem Krisenstab in telefonischem Kontakt. Bisher seien sieben Hunde nach dem Besuch der Hundewiese in Seekirchen verendet, zitierte Naderer die Obfrau. Bei den Seekirchner Tierärzten seien drei vergiftete Hunde dokumentiert, und bei der Polizei würden zwei Anzeigen aufliegen, erklärte der Abgeordnete. „Nur wenn alle getöteten Hunde polizeilich gemeldet werden, erhöht sich die Möglichkeit zur Ergreifung der Täter.“
Unterdessen wurde die vorübergehende Sperre der sechs städtischen Hundewiesen in der Stadt Salzburg wieder aufgehoben. Das Stadtgartenamt hatte nach einem Sicherheits-Check Entwarnung gegeben. Die Untersuchung auf Giftköder habe am Montagvormittag kein Ergebnis gebracht, teilte das Informationszentrum der Stadt mit. Die Besitzer könnten ihre Vierbeiner auf den Wiesen wieder gefahrlos frei laufen lassen, hieß es.
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