FC Wacker trennt sich von Streiter, Klausner übernimmt vorerst
Nach der vierten Niederlage in Serie gehen der FC Wacker Innsbruck und Trainer Michael Streiter getrennte Wege.
Innsbruck – Trainer Michael Streiter musste am Dienstag beim FC Wacker Innsbruck seinen Hut nehmen. Nach einem längeren Gespräch nach der gestrigen 0:2-Heimniederlage gegen Tabellenschlusslicht Hartberg kamen der schwarz-grüne Übungsleiter und die Vereinsführung überein, sich einvernehmlich zu trennen. Damit endet die zweite Trainer-Ära Streiter am Tivoli nach nicht einmal einem Jahr.
„Wer das Spiel gestern gesehen hat, dem war klar, dass es so nicht mehr weitergeht. Wir mussten reagieren“, sagte Wacker-Präsident Josef Gunsch auf TT-Anfrage. „Es tut uns sehr leid, dass wir den erhofften Erfolg nicht gemeinsam erreichen konnten. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Michael Streiter für seinen Einsatz, sein Bemühen um den FC Wacker bedanken.“
Streiter hatte kurz vor Jahreswechsel im Dezember 2013 das Amt von Roland Kirchler übernommen, konnte in der Folge den Abstieg des Tiroler Traditionsvereins aus der Bundesliga nicht verhindern. In 32 Spielen kam der 48-Jährige gerade einmal auf einen Schnitt von 1,16 Punkte pro Partie.
„Ich habe nach dem Gespräch gestern Abend mein Angebot erneut wahr gemacht, den Weg als Trainer freizumachen. Letztlich ist dieser Schritt im Sinne des Vereins. Ich wünsche dem FC Wacker Innsbruck nur das Beste“, verabschiedete sich Streiter auf seiner Facebook-Seite von den Wacker-Fans. Wie seine Zukunftsplanung aussieht? „Ich werde jetzt ein wenig Abstand zum Tagesgeschäft aufbauen und meine Akkus nach dieser sehr anstrengenden Zeit wieder aufladen und an meine Zukunft als Trainer arbeiten.“
Interimistisch übernimmt Sportdirektor Florian Klausner die Agenden von Streiter bis zum Ende der Wintersaison (5 Liga-, 1 ÖFB-Cup-Spiel). Der Unterländer leitete am Dienstagvormittag bereits das Auslaufen der Profi-Mannschaft. „Klausner ist für mich in der aktuellen Situation der richtige Mann, er bekommt im Winter aber Unterstützung“, führte Gunsch weiter aus.
Die Trainer-Neubesetzung soll laut dem Vereins-Oberhaupt nur der erste von vielen Schritten sein, um den kriselnden FC Wacker wieder auf Schiene zu bringen. Neben der sportlichen Neubesetzung wird auch der Vorstand auf breitere Beine gestellt. (tt.com)
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