Obsthandel über den Gartenzaun
Von Denise Daum...
Von Denise Daum
Flaurling –Getreu dem Motto „Teilen statt wegwerfen“ hat die Gemeinde Flaurling eine Obstbörse eingerichtet. Wer nicht weiß, wohin mit den vielen Äpfeln, Zwetschken oder Birnen aus dem Garten, meldet dies der örtlichen Obstbörse. Über die Homepage der Gemeinde erfahren dann wiederum jene, die frisches Obst brauchen, wer was anzubieten hat. Damit soll einerseits ein klares Signal gegen die Wegwerfgesellschaft gesetzt, andererseits das dörfliche Miteinander gestärkt werden.
Wolfgang Kirchmair vom Gartenbauverein koordiniert die Obstbörse. „Es gibt Jahre, da weiß man nicht, wohin mit dem ganzen Obst aus dem Garten. Durch die Börse gelangt der Überschuss an den Verbraucher, und das ohne Lkw-Fahrten“, freut sich der Initiator. Die Gemeinde unterstützt das Projekt, indem sie das aktuelle Obst- und Gemüse-Angebot auf der Amtstafel sowie der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. „Solidarität wird in unserem Ort intensiv gelebt. Die Obstbörse ist eine schöne Privatinitiative, die wir gern fördern“, erklärt BM Gerhard Poscher.
Die Lebensmittel sollen kostenlos oder durch einen symbolischen Beitrag den Besitzer wechseln. Das sei jedem freigestellt. Aber gewerblich genützt dürfe die Obstbörse nicht werden, betont der Bürgermeister. „Das ist kein kommerzielles Projekt. Die Gefahr sehe ich auch gar nicht. Es ist ja jeder von uns froh, wenn das Obst vom Garten nicht weggeworfen werden muss, sondern weiterverwendet wird“, sagt Poscher.
Die Obstbörse ist als örtliches Projekt gedacht, die Initiatoren hoffen aber auf Nachahmer in anderen Gemeinden.
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