100 Plätze mehr: Land macht Geld für Swarovski-Arbeitsstiftung locker
100.000 Euro stellt das Land zusätzlich für Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.
Innsbruck, Wattens - Die Tiroler Landesregierung hat für die Ausweitung der Swarovski-Unternehmensstiftung von 100 auf 200 Plätze zusätzliche Mittel von 100.000 Euro bereitgestellt. „Ziel der Stiftung ist es, den Teilnehmern nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bei Swarovski durch gezielte Aus- und Weiterbildung sowie Umschulungen neue Berufsperspektiven zu eröffnen“, erklärte Landesrat Johannes Tratter am Dienstag nach der Regierungssitzung. „Das Land Tirol steht den von Kündigungen betroffenen Mitarbeitern bestmöglich zu Seite.“ Swarovski und Betriebsrat tragen den Hauptanteil der Kosten für die Ausweitung der Stiftung, betonte Tratter. Der bisherige Aufteilungsschlüssel zwischen Swarovski mit jeweils 10.000 Euro pro Arbeitnehmer und dem Land Tirol mit je 1000 Euro bleibe bestehen.
Bereits im Jahr 2013 wurde bei Swarovski im Rahmen eines Sozialplans mit Unterstützung des AMS und des Landes Tirol eine Arbeitsstiftung mit insgesamt 100 Betreuungsplätzen eingerichtet. Die Aussichten für die Stiftungsteilnehmer seien gut. Die Vermittlungsrate nach Abschluss der im Rahmen der Stiftung angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen liege bei 85 Prozent.
Der Kristallkonzern hatte Mitte September bekannt gegeben, dass am Stammsitz in Wattens bis Ende des Jahres rund 200 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren sollen. Primär sei der Produktionsbereich betroffen, hieß es seitens des Unternehmens damals. Vorwiegend soll es Mitarbeiter treffen, die über Zeitarbeitsverträge beschäftigt sind.
Der Mitarbeiterstand in Wattens ist über die vergangenen Jahre sukzessive verkleinert worden. Waren Ende 2007 noch rund 6.700 Mitarbeiter dort beschäftigt, werden Ende des Jahres nur noch etwa 4.800 am Stammsitz arbeiten.
Kommentare