Urteil gegen Crew der gesunkenen Fähre „Sewol“ im November
Seoul (APA/dpa) - Der Prozess gegen den Kapitän und weitere Besatzungsmitglieder der südkoreanischen Unglücksfähre „Sewol“ neigt sich dem En...
Seoul (APA/dpa) - Der Prozess gegen den Kapitän und weitere Besatzungsmitglieder der südkoreanischen Unglücksfähre „Sewol“ neigt sich dem Ende zu. Das Schiff war am 16. April mit 476 Menschen an Bord vor Südkorea gekentert, rund 300 Menschen kamen ums Leben. Am Dienstag seien in dem Verfahren noch einmal Überlebende gehört worden, sagte ein Sprecher des Bezirksgerichts in Kwangju.
Die Urteile sollen im November verkündet werden. Ein genauer Termin werde voraussichtlich nächste Woche festgelegt. Neben dem Kapitän Lee Joon Seok müssen sich drei Crewmitglieder wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Tötung verantworten. Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes droht ihnen die Todesstrafe.
Elf weitere Besatzungsmitglieder sind wegen Fahrlässigkeit angeklagt. Der Prozess läuft seit Juni. Lee hatte sich entschuldigt, das Schiff vorzeitig verlassen zu haben. Er habe jedoch nicht ahnen können, dass sein Verhalten den Tod von so vielen Menschen nach sich ziehen würde. Manager der Reederei der „Sewol“ müssen sich in einem getrennten Verfahren verantworten, weil sie die Fähre aus Profitgier regelmäßig überladen haben sollen.
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