Gesellschaft

Mehr Familien mit finanziellen Problemen

Die Lebenshaltungskosten machen den Menschen in Tirol die meisten Sorgen. Caritas-Novembersammlung für notleidende Tiroler Familien.

Von Marco Witting

Innsbruck –Die plötzliche Krankheit – ein schwerer Schlag, der alles verändert. Die Mutter von vier Kindern muss plötzlich gepflegt werden, der Vater seinen Vollzeitjob reduzieren. Das ohnehin schon knappe Einkommen wird durch die Pflegekosten komplett aufgefressen. Finanzielle Hilfe, die die Familie beschämt gesucht hat, kommt von der Caritas-Novembersammlung.

Caritas-Direktor Georg Schärmer und sein Team bekommen immer mehr derartige Fälle auf den Schreibtisch. „Und ich bin zutiefst überzeugt, dass das noch mehr werden wird“, sagt Schärmer eindringlich. Die Inlandssammlung sei vor allem für finanzielle Überbrückungen und die Finanzierung der Familienhilfe da. Und hier sehen die Mitarbeiter stark steigende Zahlen. So gab es im Caritas-Beratungszentrum 2013 eine Steigerung bei neuen Klienten von 28 Prozent. 2214 Menschen haben vergangenes Jahr dort um Hilfe gebeten. Allein heuer sind es schon 300 mehr. „Der Anstieg der Lebenshaltungskosten ist die größte Sorge für die Tiroler“, erklärte Schärmer. Angesichts horrender Miet- und Grundstückspreise hätten viele Familien keine Perspektive.

Doch auch bei den sozialen Hilfseinrichtungen der Diözese Innsbruck bemerkt man den rauen Wind, der vielen Familien entgegenbläst. Elisabeth Ratgeb, Leiterin des Seelsorgeamtes: „Wir hatten bei der Telefonseelsorge 16.800 Anrufe. Die Tendenz ist weiter steigend“, erklärte Ratgeb, die auf die Vielzahl von karitativen Einrichtungen seitens der Diözese hinwies. Spendenkonto: Inlandshilfe 2014 – RLB Tirol, IBAN AT793600000000670950; BIC RZTIAT22 oder online www.caritas-tirol.at.