Ebola - Spaniens Pfleger erheben Vorwürfe

Madrid/Freetown/Conakry (APA/dpa) - Die spanischen Krankenpfleger haben den Gesundheitsbehörden ihres Landes gravierende Mängel bei der Beha...

Madrid/Freetown/Conakry (APA/dpa) - Die spanischen Krankenpfleger haben den Gesundheitsbehörden ihres Landes gravierende Mängel bei der Behandlung von Ebola-Patienten vorgeworfen. Die verwendeten Schutzanzüge und die Quarantäne-Vorschriften seien unangemessen, betonte der Berufsverband in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. In den USA waren ähnliche Vorwürfe erhoben worden.

Aufgrund der zahlreichen Risikofaktoren werde nie geklärt werden können, auf welche Weise sich die Madrider Pflegehelferin mit dem Ebola-Virus infiziert habe, sagte der Verbandspräsident Maximo Gonzalez Jurado in Madrid. Die 44-Jährige hatte sich bei der Behandlung eines aus Westafrika ausgeflogenen Missionars angesteckt. Der Fall war die erste Ebola-Übertragung von Mensch zu Mensch in Europa.

Der Krankenpfleger-Verband stellte unter anderem Mängel an den Schutzbrillen und Handschuhen fest. Außerdem sei in den Protokollen nicht vorgeschrieben, dass die Pfleger beim Ablegen der Schutzkleidung von einem Kollegen beobachtet werden müssten. Die Mängel bedeuteten einen Verstoß gegen die Gesetze zum Schutz von Arbeitnehmern. Der Verband legte den Bericht auch der Staatsanwaltschaft vor.