Anrainer genervt durch Hotelgäste
Ein Nachbar des Stay Inn in Schwaz fühlt sich durch Lärm belästigt. Der Hoteldirektor bleibt gelassen.
Von Eva-Maria Fankhauser
Schwaz –Einem Anrainer des Schwazer Hotels Stay Inn platzte kürzlich um 3 Uhr morgens der Kragen. „Es war nicht das erste Mal, dass es um diese Zeit auf dem Vorplatz des Hotels zu einer enormen Lärmkulisse kam“, empört sich Gerhard Geiger, der gegenüber dem Stay Inn wohnt.
Laut ihm haben rund 15 teilweise alkoholisierte Personen vor dem rauchfreien Hotel ihre Partynacht im Freien fortgeführt. „Wir konnten kein Auge zutun und der Eingangsbereich wurde erst durch eine Intervention unsererseits geräumt“, erklärt Geiger.
Für ihn ist dies aber nur der Tropfen auf den heißen Stein. Denn neben der spätabendlichen Lärmbelästigung durch Hotelgäste kämen noch eine Parkplatzproblematik und die nächtlichen Bus- sowie Taxitransfers dazu. Bürgermeister Hans Lintner ist sich der Problematik des lauten Verkehrs in der Umgebung bewusst und möchte dahingehend mit den Anrainern ein Gespräch führen. „Früher war dort ein Veranstaltungssaal mit hoher Lärmbelästigung, das hat sich mit dem Bau des Hotels aber geändert. Es ist für mich überraschend und neu, dass auch Hotelgäste für die Anrainer ein Problem darstellen“, bekundet Lintner.
Geiger fordert den Geschäftsführer des Stay Inns auf, zu handeln und etwas gegen die störende Lärmkulisse zu unternehmen. „Es stört ja nicht nur mich, deshalb habe ich die Problematik nun öffentlich gemacht“, sagt Geiger. Er erwartet sich eine Reaktion auf seine Beschwerde seitens des Hotelbetreibers, doch diese scheint auszubleiben.
„Ehrlich gesagt nehme ich diese Anschuldigungen von Herrn Geiger schon gar nicht mehr ernst. Von unserer Seite wird es keine Reaktion auf diese Beschwerde geben, da ich glaube, dass es das Beste ist, einen solchen Menschen zu ignorieren“, erklärt Martin Winderl, Geschäftsführer des Stay Inns.
Laut ihm habe man seitens des Hotels mit allen anderen Nachbarn ein gutes Verhältnis, einzig und allein Geiger habe schon seit Baubeginn ein eigenartiges Verhalten an den Tag gelegt. „Es ist in Wirklichkeit halb so wild, wie er es darstellt. Dann muss er eben das Schlafzimmerfenster in der Nacht zumachen“, kontert Winderl.
Kommentare