Schwedens Armeechef „stolz“ auf ergebnislose Suche nach Eindringling
Stockholm/Moskau (APA/AFP) - Der Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte bewertet die bis dato ergebnislose Suche nach einem mysteriö...
Stockholm/Moskau (APA/AFP) - Der Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte bewertet die bis dato ergebnislose Suche nach einem mysteriösen Unterwasserobjekt als Erfolg. Er sei „unglaublich stolz“ auf die seit Freitag andauernde Suchaktion, sagte Sverker Göranson am Dienstag nach einer Sitzung des parlamentarischen Verteidigungsausschusses. „Schweden zeigt deutlich, dass es direkt und entschlossen handelt.“
Ziel sei es, das gesuchte Objekt zum Auftauchen zu zwingen, „wenn nötig“ mit Gewalt. Allerdings hat die Armee bisher den Eindringling nicht orten können. Seit Freitag sucht die Armee zu Luft und zu Wasser vor der Küste Stockholms nach dem Eindringling, es wird eine „ausländische Unterwasseraktivität“ vermutet. Das schwedische Militär hatte am Sonntag ein Foto des mysteriösen Objektes veröffentlicht. Am Dienstag konzentrierte sich die Suche auf ein Gebiet um die Insel Ingarö, rund 30 Kilometer östlich von Stockholm.
„Es ist sehr wahrscheinlich, dass jemand in schwedischem Gebiet ist oder war. Irgendetwas ist zugange oder war es“, bekräftigte Göranson. Ein U-Boot sei aber bisher nicht entdeckt worden. Zudem sei ein „physischer Beleg“ für den Verdacht nur schwer zu erbringen. Überhaupt sei das noch nie gelungen. Dennoch werde die Suchaktion so lange wie nötig weitergehen, sagte Göranson.
In den schwedischen Medien war über einen russischen Geheimdiensteinsatz in der Nähe der Inseln um Stockholm spekuliert worden. Moskau wies dies zurück. In der Vergangenheit hatte sich die schwedische Marine vergeblich bemüht, vermutete U-Boote aus der Sowjetunion beziehungsweise Russland aufzuspüren. Besonderes Aufsehen erregte ein Fall im Oktober 1981, als ein sowjetisches U-Boot in einem militärischen Sperrgebiet vor der Küste von Karlskrona im Süden des Landes sank.
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