Berlin hofft auf baldige Freilassung von Mädchen in Nigeria

Berlin/Abuja (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung hofft zusammen mit Nigeria auf eine baldige Freilassung von mehr als 200 Schülerinnen,...

Berlin/Abuja (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung hofft zusammen mit Nigeria auf eine baldige Freilassung von mehr als 200 Schülerinnen, die seit einem halben Jahr durch die Terrorgruppe Boko Haram festgehalten werden. Der nigerianische Außenminister Aminu Bashir Wali äußerte am Dienstag in Berlin die Erwartung, dass die Mädchen „in sehr naher Zukunft“ freikommen. Einen Termin nannte er nicht.

Die Hoffnung auf eine Freilassung ist gestiegen, weil sich die Regierung des westafrikanischen Landes und die Islamistenmiliz am Freitag auf einen Waffenstillstand verständigt hatten. Steinmeier sagte: „Wir hoffen mit Ihnen, dass infolge des Waffenstillstands eine Freilassung der Mädchen möglich sein wird.“ Auch in Deutschland hat die Mädchengruppe viele Unterstützer.

Am kommenden Wochenende will Steinmeier zusammen mit seinem französischen Kollegen Laurent Fabius zu einem Besuch nach Nigeria reisen. Mit mehr als 150 Millionen Einwohnern ist es das bevölkerungsreichste Land in Afrika. In den vergangenen Wochen gab es auch dort mindestens 20 Ebola-Fälle, von denen acht tödlich verliefen. Am Montag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Land jedoch für Ebola-frei erklärt.