Europas Leitbörsen schließen durch EZB-Geldflut-Gerücht fester

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag unterstützt von Spekulationen um eine Geldflut der EZB einheitlich mi...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag unterstützt von Spekulationen um eine Geldflut der EZB einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Alle Aktien des Euro-Stoxx-50 präsentierten sich im grünen Bereich. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 63,65 Einheiten oder 2,17 Prozent auf 2.990,95 Zähler.

Beflügelt von Gerüchten über eine breit angelegte geldpolitische Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB) konnten die Aktienmärkte europaweit klare Gewinne verbuchen. Möglicherweise werde sich der EZB-Rat in seiner Sitzung Anfang Dezember offiziell damit beschäftigen, hieß es von mit dem Thema vertrauten Personen zur Nachrichtenagentur Reuters.

Dass Chinas Wirtschaftswachstum im dritten Quartal auf sein niedrigsten Niveau seit fünf Jahren bremste, hatte die Kauflaune der Anleger nur kurz gehemmt. Experten hatten noch weniger von der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erwartet.

Außerdem ist die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den USA im September überraschend stark gestiegen. Verglichen mit einem Monat zuvor legten die Verkäufe um 2,4 Prozent auf 5,17 Mio. Häuser zu. Bankvolkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 1,0 Prozent auf 5,10 Mio. gerechnet. Im Vormonat waren die Verkäufe überraschend zum ersten Mal seit fünf Monaten gefallen.

Morgen könnten Daten zur Teuerung in den USA und aus Japan marktbewegende Impulse liefern. In Japan werden die Handelsbilanz und die Im-und Exporte für September erwartet. Zudem werden Protokolle zur Oktober-Sitzung der Bank of Englang (BoE) veröffentlicht.

Bei den Einzelwerten rückten Akzo Nobel in den Fokus. Der niederländische Farben- und Chemiekonzern macht weiter Fortschritte bei der Profitabilität. Trotz des um zwei Prozent auf 3,69 Mrd. Euro gesunkenen Umsatzes steigerte Akzo im dritten Quartal dank seines Sparprogramms die Gewinnkennzahlen. Zudem fielen weniger Umbaukosten an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um 7 Prozent auf 487 Mio. Euro, beim Nettoeinkommen stand wegen geringerer Finanzierungskosten gar ein Plus von fast einem Drittel auf 205 Mio. Euro zu Buche. Die Zwischendividende soll 33 Eurocent betragen. Die Titel stiegen um 4,82 Prozent.

Die Titel von Lufthansa notierten mit plus 3,52 Prozent. Die Fluggesellschaft muss bis Dienstag Mitternacht mit weiteren Streiks rechnen und strich 1.511 Flüge, unter anderem Verbindungen nach Asien und in die USA. Betroffen sind etwa 166.000 Passagiere.

Bei einem tragischen Flugzeugunfall ist der Chef des französischen Ölkonzerns Total, Christophe de Margerie, ums Leben gekommen. Die Maschine sei am späten Montagabend beim Start auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo bei Nebel mit einem fahrenden Schneepflug zusammengeprallt. Die Total-Aktie, die in der Früh an der Pariser Börse noch mit einem Minus von mehr als einem Prozent in den Tag gestartet war, konnte sich aber deutlich erholen und ging 3,37 Prozent höher aus dem Handel.

De Margerie hatte den Mineralölkonzern zuletzt stärker ins Geschäft in Russland gebracht, unter anderem durch ein gemeinsames Projekt in Sibirien mit dem russischen Konzern Lukoil. Außerdem ist Total bei der Gasförderung auf der russischen Jamal-Halbinsel mit dabei. Ziel war, mehr von den großen russischen Naturreserven zu profitieren.

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Euro-Stoxx 301,35 6,75 2,29 294,60 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA492 2014-10-21/18:02