Französische Polizei riegelte Viertel in Calais nach Prügelei ab
Calais (APA/AFP) - Die französische Polizei hat in der Hafenstadt Calais ein Industrieviertel abgeriegelt, nachdem es dort eine Prügelei zwi...
Calais (APA/AFP) - Die französische Polizei hat in der Hafenstadt Calais ein Industrieviertel abgeriegelt, nachdem es dort eine Prügelei zwischen Migranten aus Äthiopien und Eritrea gab. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, setzte sie Tränengas ein, um die beiden Gruppen auseinanderzubringen, die sich mit Stöcken angriffen.
Bei den nächtlichen Zusammenstößen wurden Dutzende Migranten leicht verletzt und ein Flüchtling festgenommen. Bereits am Montag hatte die Polizei Tränengas eingesetzt, nachdem 300 Flüchtlinge eine Schlage von Lastwagen stürmten, die auf die Fähre nach England warteten.
Zudem wurde in der Nacht zu Dienstag eine 16-jährige Äthiopierin auf einer Autobahn überfahren. In Calais kampieren laut der Stadtverwaltung in improvisierten Lagern bis zu 1500 Flüchtlinge, die nach einer Gelegenheit suchen, nach Großbritannien weiterzureisen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Sudan, Eritrea oder Syrien und könnten auch in Frankreich Asyl beantragen.
Die Flüchtlinge wollen jedoch lieber nach Großbritannien, etwa weil sie dort Verwandte haben. Seit Anfang des Jahres wurden bereits mehr als 7500 Migranten beim Versuch festgenommen, illegal den Kanal zu überqueren.
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