Wettersturz - In Steiermark Stromausfälle durch umgestürzte Bäume
Graz (APA) - In der Steiermark haben der heftige Wind und Regen in der Nacht auf Dienstag für Stromausfälle durch umgestürzte Bäume gesorgt....
Graz (APA) - In der Steiermark haben der heftige Wind und Regen in der Nacht auf Dienstag für Stromausfälle durch umgestürzte Bäume gesorgt. Betroffen war vor allem das Oberland. In der Oststeiermark mussten Feuerwehren zu Auspumpeinsätzen ausrücken. Rund 1.500 Haushalte waren in der Früh ohne Strom, so die Energie Steiermark. Diese Zahl hat sich durch die Reparatureinsätze seither deutlich reduziert.
Die Stromausfälle betrafen besonders das Umland von Graz, die Oststeiermark und die Obersteiermark, so Urs Harnik-Lauris, Sprecher der Energie Steiermark auf APA-Anfrage. Die Ausfälle seien eher kleinräumig gewesen, vor allem in bewaldeten Trassengebieten, bis zum Nachmittag dürften alle Leitungen wieder hergestellt werden. „Wegen der zu erwarteten Wetterlage haben wir Sonderbereitschaften bis Freitag“, so Harnik.
Laut dem Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, Thomas Meier, standen seit Mitternacht gesamt 114 Wehren mit rund 900 Feuerwehrleuten im Einsatz. „Das Gros der Einsätze diente dem Freimachen von Verkehrswegen von umgestürzten und geknickten Bäumen. In den Bezirken Hartberg und Südoststeiermark waren auch einige Keller auszupumpen“, so Meier. In St. Michael im Bezirk Leoben deckte der Sturm ein Haus ab, in Breitenau (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) wurde das Dach eines Vereinshauses beschädigt. Blitzschläge führte zu Beschädigungen an Transformatoren.
Gesamt gab es in der Steiermark rund 200 aufzuarbeitende Schadstellen, sagte Meier. Am frühen Vormittag waren noch rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz, „aber das geht auch langsam zu Ende“. Hinsichtlich der Wetterprognosen sei man vorsichtig optimistisch, was die Oststeiermark angehe, in der Obersteiermark im Raum Bruck/Mur, Mürzzuschlag und Mariazell sehe es nicht so rosig aus. Schnee dürfte zwar bis in die Tallagen fallen, aber nicht liegen bleiben.
Die Windspitzen waren vor allem auf den Bergen hoch. Am 1.445 Meter hohen Schöckel nördlich von Graz wurden 120 km/h gemessen, am Stoderzinken (2.048 Meter) nördlich von Gröbming (Bezirk Liezen) rund 140 km/h.
Die Berge der westlichen Obersteiermark und des oberen Murtals präsentierten sich in der Früh in einem winterlichen Kleid: Geschneit hatte es auf der Turracher Höhe, der Reiteralm und der Planai, der Tauplitz und der Planneralm und im oberen Murtal bis hin nach St. Peter am Kammersberg. Der 1.788 Meter hohe Sölkpass war wegen der Schneefälle gesperrt.
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