IS - Beobachter können Giftgasangriff in Kobane nicht bestätigen
Kobane (Ayn al-Arab/Kobani) (APA/dpa) - Im Kampf um die syrische Stadt Kobane zweifeln Menschenrechtler bisher am Einsatz von Giftgas durch ...
Kobane (Ayn al-Arab/Kobani) (APA/dpa) - Im Kampf um die syrische Stadt Kobane zweifeln Menschenrechtler bisher am Einsatz von Giftgas durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). „Ich werde keine solche Behauptung aufstellen, bevor es keine Bestätigung von Befehlshabern der YPG gibt“, sagte Rami Abdelrahman (Abdel Rahman), Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Vonseiten der YPG, der kurdischen Volksschutzeinheiten, die die umkämpfte Enklave verteidigen, gab es zunächst keine Stellungnahme. Augenzeugen aus Kobane hatten in der Nacht berichtet, zahlreiche Bewohner würden an Atemnot leiden und Symptome eines Giftgasanschlages zeigen. Ärzte an Ort und Stelle konnten einen möglichen Einsatz solcher Waffen durch den IS bisher nicht verifizieren.
Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle hatten IS-Kämpfer in der Nacht den kurdischen Verteidigern erneut schwer zugesetzt. Es habe mehrere heftige Explosionen gegeben. Bei Kämpfen im Osten der Stadt seien mindestens 30 Jihadisten und elf YPG-Kämpfer getötet worden. Die IS-Kämpfer würden wie in den Tagen zuvor weitere Verstärkung aus dem Umland zusammenziehen.
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