Schneefall bis in die Täler: Nach Sturmnacht kommt der Winter
Nach einer stürmischen Nacht sorgt die massive Kaltfront nun für winterliche Verhältnisse in Tirol. Die Schneefallgrenze sinkt auf 700 Meter. Im Gebirge wird bis zu einem Meter Neuschnee erwartet.
Innsbruck - Mit Windspitzen von deutlich über 100 km/h fegte Sturm „Gonzalo“ in der Nacht auf Mittwoch über Tirol und Österreich hinweg. Das war aber nur der stürmische Vorgeschmack auf einen massiven Wetterwechsel: Jetzt kommen Kälte und Schnee. „Am Mittwoch in den Abendstunden und am Donnerstag wird der Niederschlag intensiver“, erklärte ZAMG-Meteorologin Susi Lentner. Schnee fällt bis in viele Täler. Die Schneefallgrenze liegt bei 700 bis 800 Meter, vereinzelt sogar bei etwa 500 Meter.
LINKS:
- Tinetz: http://bit.ly/1uDahOK
- ÖAMTC-Verkehrsinfos: http://bit.ly/10jLxnp
- ZAMG-Warnung Tirol: http://bit.ly/ZMpPYd
- ZAMG-Warnung Österreich: http://bit.ly/1FvWNgn
- Aktuelle Wetterinfos: http://wetter.tt.com
Während es im mittleren Inntal zwischen Telfs und Wörgl wohl hauptsächlich beim Regen oder Schneeregen bleiben wird, wird es in anderen Tiroler Regionen richtig winterlich - vor allem im Unterland.
„Im Raum Hochfilzen, Gerlos und auch im nördlichen Osttirol kann am Donnerstag bis zu 50 Zentimeter Schnee liegen“, ergänzt Lentner. Im Arlberggebiet und Außerfern seien 20 Zentimeter möglich. Im Hochgebirge könnte laut ZAMG-Aussendung bis zu einem Meter Schnee fallen.
Unter der Last des feuchten und somit schweren Neuschnees können Bäume umstürzen und zu Problemen auf höher gelegenen Straßen und Eisenbahnstrecken führen, warnt die ZAMG. Auf vielen Pass-Straßen müsse man mit winterlichen Fahrverhältnissen rechnen.
Vorsicht vor Trieb- und Gleitschneelawinen
Die ergiebigen Schneefälle lassen auch erstmals im Herbst Lawinengefahr entstehen. „Wind, Schnee und Kälte können zu Lawinenproblemen führen. Dabei handelt es sich um frischen Triebschnee oberhalb der Waldgrenze und Gleitschnee in sehr steilen Grashängen“, informierte Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol.
Auch die Störtrupps der Tinetz sind in Anbetracht der Wetterprognosen in Alarmbereitschaft: „Wir können uns alle noch genau erinnern – es ist exakt ein Jahr und eine Woche her – was uns da passiert ist mit den schweren Schneestörungen mit fast 45 Zentimetern bis zum Talboden. Wenn uns so etwas wieder blüht, mit den Blätten an den Bäumen und dem weichen Boden, dann haben wir wieder größte Sorgen. Wir sind auf jeden Fall für heute und die kommende Nacht mit allen Kräften in Bereitschaft“, sagte Klaus Schüller von der Tinetz AG im Interview mit Life Radio Tirol.
Wind bleibt kräftig
Auch der Wind bleibt bis Freitag noch ein Thema. „Die heftigsten Sturmböen sind im Tal zwar vorüber, aber der Wind ist immer noch stark. In den Bergen teilweise noch orkanartig“, erzählt Meteorologin Susi Lentner. Zum Wochenende hin ist das Winter-Intermezzo aber schon wieder vorbei. Das Wetter beruhigt sich und es wird wieder deutlich milder. (raut)
Einen Überblick über die Sturm-Nacht in Tirol gibt es hier: http://bit.ly/1uE4455
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