Sager sorgt für Empörung und drei Rücktritte
Von Denise Daum...
Von Denise Daum
Kematen –Für Aufregung sorgt in Kematen nach wie vor die vergangene Gemeinderatssitzung. Wie berichtet, fühlt sich Bürgermeister Rudolf Häusler („Unser Kematen“) durch eine Aussage von Gemeindevorstand Elmar Michael („Gemeinsam für Kematen“) ins „rechte Eck gestellt“. Geschlossen sind gestern nun die politischen Funktionäre Andreas Partl, Alois Schwarzenberger (beide „Unser Kematen“), Annita Lercher (SPÖ) und Traudl Ruetz („Gemeinsam für Kematen“) aufgetreten, um ihrem Ärger Luft zu machen. „Den Bürgermeister ins Nazi-Eck zu stellen, ist ungeheuerlich. So etwas hat im Gemeinderat nichts verloren“, stellte Partl klar. Das sei „niederträchtig und charakterlos“, ergänzte Ersatz-Gemeinderat Alois Schwarzenberger.
Auch in den eigenen Reihen sorgt die Aussage Michaels für Empörung. Kollegin Traudl Ruetz kehrt der Liste „Gemeinsam für Kematen“ den Rücken zu, da sie sich nicht mehr mit deren Haltung identifizieren könne. Sie scheint damit nicht allein zu sein. „Von drei Mitgliedern der Liste ,Gemeinsam für Kematen‘ sind schriftliche Rücktrittsansuchen bei der Gemeinde eingegangen“, sagt Partl. Er gehe davon aus, dass sich Elmar Michael nicht nur für seine Aussage entschuldigt, sondern auch seine politische Funktion zur Verfügung stellt. Auch die beiden Listenkollegen Michaels im Gemeinderat nimmt Partl in die Pflicht. „Von ihnen erwarte ich mir eine klare Distanzierung. Weil Schweigen ist für mich Zustimmung“, betont Partl.
Laut Protokoll hat Michael gegenüber dem Bürgermeister gesagt: „Solche Einschüchterungsversuche – Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei – wo diese Früchte getragen haben (...) das war vor über 70 Jahren.“ Er habe nie die Absicht gehabt, jemanden ins „rechte Eck“ zu stellen, wies Elmar Michael die Anschuldigungen von sich.
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