IS - USA: Staaten müssen Ausreisen in den Jihad verhindern
Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die USA haben alle Staaten zu verstärkten Bemühungen aufgerufen, um die Ausreise einheimischer Islamisten ...
Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die USA haben alle Staaten zu verstärkten Bemühungen aufgerufen, um die Ausreise einheimischer Islamisten in den Krieg im Irak und in Syrien zu verhindern. „Jeder auf der Welt kann mehr tun, um den Einsatz ausländischer Kämpfer dort zu verhindern“, sagte US-Außenminister John Kerry nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch in Berlin.
Dies betreffe auch die USA, die ihre Anstrengungen bereits erhöhten. Kerry dankte Deutschland speziell für die Zusammenarbeit im Fall dreier Jugendlicher aus den USA. Die US-Behörden untersuchten diesen Vorfall derzeit, um Ursachen und Konsequenzen zu klären, sagte er. Daher wolle er dazu keine Details nennen.
Am Frankfurter Flughafen waren am Wochenende drei Mädchen aus Denver aufgegriffen worden, die sich nach Berichten von US-Medien den Extremisten des „Islamischen Staates“ (IS) in Syrien anschließen wollten. Die deutsche Bundespolizei bestätigte, dass drei amerikanische Jugendliche am Flughafen auf Bitten des US-Konsulats und ihrer Eltern in Gewahrsam genommen wurden. Die Mädchen waren von ihren Eltern als vermisst gemeldet worden.
Der US-Rundfunksender „Voice of America“ berichtete, zwei der Mädchen seien Schwestern und stammten aus einer somalischen Familie. Die dritte stamme aus dem Sudan. Sie seien 15, 16 und 17 Jahre alt. Eines der Mädchen habe der deutschen Bundespolizei gesagt, sie seien auf dem Weg in die Türkei. Diese ist oft Transitland für Ausländer, die sich in Syrien dem IS anschließen wollen.
Kommentare