EU-Rat zu CO2-Zielen - WKÖ: Nicht nur Klimaschutz berücksichtigen
Wien/Brüssel (APA) - Der ab morgen, Donnerstag, stattfindende Europäischer Rat zu CO2- und Energieeffizienzzielen der EU hat heute für ein w...
Wien/Brüssel (APA) - Der ab morgen, Donnerstag, stattfindende Europäischer Rat zu CO2- und Energieeffizienzzielen der EU hat heute für ein wahres Feuerwerk an Presseaussendungen gesorgt. Einigkeit herrschte darüber, dass entscheidende Tage bevorstehen - wohin die Reise gehen soll, ist aber umstritten. Die einen sorgen sich um die Kosten, die anderen um die Umwelt.
Der Chef der E-Control, Walter Boltz, stellt das Energiesparen in den Mittelpunkt. „Während die Fördermittel für den Ausbau von Erneuerbaren zu einer starken Mehrbelastung für Haushaltskunden führen, bringen Energiesparmaßnahmen eine Entlastung für die Haushalte“, so Boltz.
Barbara Schmidt, Generalsekretärin der Interessenverbandes der Energiewirtschaft „Oesterreichs Energie“ wiederum meint: „Für die Periode bis 2030 ist eine Heranführung von Anreizsystemen für Erneuerbare an ein marktnahes Konzept zu befürworten und das muss sich auch in einem künftigen österreichischen Ökostromgesetz niederschlagen.“
Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) wünscht sich dass „nicht nur der Klimaschutz berücksichtigt wird, sondern auch die energieintensiven Produktionen in Europa vor Abwanderungsgefahr wegen steigenden Kostendrucks geschützt werden“, so WKÖ-Experte Stephan Schwarzer. Dem widerspricht GLOBAL 2000: Die EU dürfe nicht vor der Industrielobby einknicken.
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