Der Kampf um die Macht in der Ostukraine - Chronologie

Kiew/Donezk (APA/dpa) - Nach dem Sturz der moskautreuen Führung in Kiew im Februar drohte der Konflikt zwischen der prowestlichen Führung in...

Kiew/Donezk (APA/dpa) - Nach dem Sturz der moskautreuen Führung in Kiew im Februar drohte der Konflikt zwischen der prowestlichen Führung in Kiew und den prorussischen Separatisten in der Ostukraine immer weiter zu eskalieren. Im September trat eine Feuerpause in Kraft.

Dezember 2013: Hunderttausende fordern in Kiew den Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Zuvor hatte die Regierung überraschend ein Assoziierungsabkommen mit der EU gestoppt. Zentrum der Proteste wird der Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in Kiew.

Februar 2014: Bei neuen Straßenschlachten kommen Dutzende Menschen ums Leben. Das Parlament erklärt Janukowitsch für abgesetzt. Wenige Tage nach dem Umsturz in Kiew geraten auf der Krim Anhänger und Gegner einer Annäherung an Russland aneinander.

16. März: Die Krim stimmt in einem international nicht anerkanntem Referendum für einen Beitritt zu Russland.

6. April: Bei gewalttätigen Demonstrationen in der Ostukraine besetzen russischsprachige Aktivisten Verwaltungsgebäude.

13. April: Bei einem „Anti-Terror-Einsatz“ gegen Separatisten in Slawjansk gibt es Tote und Verletzte.

24. Mai: Am Tag vor der Wahl von Petro Poroschenko zum Präsidenten der Ukraine vereinigen sich die ostukrainischen Städte Donezk und Luhansk (russ. Lugansk) zu „Neurussland“.

17. Juli: Eine Passagiermaschine der Malaysia Airlines stürzt im Osten der Ukraine ab. Es gibt 295 Tote. Kiew und die Separatisten werfen sich gegenseitig den Abschuss des Flugzeugs vor.

26. August: Russlands Präsident Wladimir Putin und Poroschenko treffen in Minsk zu ihrem ersten direkten Gespräch seit fast drei Monaten zusammen.

5. September: Nach monatelangen Kämpfen einigen sich die Führung in Kiew und die prorussischen Separatisten erstmals auf eine Waffenruhe.

20. September: Kiew und die Separatisten verständigen sich auf eine waffenfreie Pufferzone.

28./29. September: Die Feuerpause bleibt brüchig. Bei den blutigsten Kämpfen seit ihrem Beginn kommen fast 20 Menschen ums Leben.

12. Oktober: Putin hat den Abzug von mehr als 17.000 russischen Soldaten aus der Grenzregion zur Ukraine befohlen, wie sein Sprecher mitteilt. Damit kommt Moskau einer zentralen Forderung des Westens und der Regierung in Kiew nach.

17. Oktober: Ein Krisentreffen am Rande des Europa-Asien-Gipfels in Mailand bringt keinen Durchbruch. Neben Putin und Poroschenko sitzen führende EU-Politiker am Verhandlungstisch.