Nachbarin starb bei gelegtem Feuer: Prozess gegen Brandstifter
Wien (APA) - Ab Donnerstag muss sich im Straflandesgericht ein 45-jähriger Wiener verantworten, der am 16. April 2014 seine Wohnung in der I...
Wien (APA) - Ab Donnerstag muss sich im Straflandesgericht ein 45-jähriger Wiener verantworten, der am 16. April 2014 seine Wohnung in der Innenstadt in die Luft gejagt haben soll. Laut Anklage verschüttete er literweise Benzin und entfachte ein Feuer. Die folgende Explosion bezahlte seine Nachbarin mit dem Leben. Die 23-jährige Studentin wurde von herabfallenden Mauerteilen eingeklemmt und erstickte qualvoll.
Wenige Stunden vor seinem Delogierungstermin soll der Mann, der seit Oktober 2013 keine Miete bezahlt hatte, mitten in der Nacht Feuer gelegt haben. „Aus unerklärlichen Gründen fühlte er sich ungerecht behandelt“, wird in der Anklageschrift zur Motivlage ausgeführt. Die Anklage spricht wörtlich von einem „Inferno“. Acht weitere Mieter erlitten Rauchgasvergiftungen. Die Verhandlung ist auf zwei Tage anberaumt. Dem 45-Jährigen drohen fünf bis 15 Jahre Haft. Das Urteil soll am kommenden Dienstag fallen.
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