Proteste in Mexiko eskalieren: Rathaus von Iguala angezündet
Tausende gingen am Mittwoch zunächst aus Solidarität mit den vermissten Studenten auf die Straße. Später griff eine Gruppe Vermummter die Stadtverwaltung an.
Iguala - Fast einen Monat nach dem Verschwinden von Dutzenden Studenten in Mexiko haben Demonstranten das Rathaus der Stadt Iguala angezündet. Tausende waren am Mittwoch zunächst aus Solidarität mit den Vermissten friedlich auf die Straße gegangen. Später griff eine Gruppe Vermummter die Stadtverwaltung an.
Bürgermeister als Drahtzieher der Entführungen
„Dieses Gebäude taugt nichts mehr. Der ganze Apparat steht im Dienste der Narcos (Drogenhändler)“, rief ein Demonstrant. Zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft den flüchtigen Bürgermeister der Stadt und dessen Frau als Drahtzieher hinter dem Verschwinden der Studenten identifiziert.
Die jungen Leute waren am 26. September nach Auseinandersetzungen mit der Polizei in Iguala verschleppt worden. Die örtlichen Sicherheitskräfte sind von der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ unterwandert. (APA/dpa)