Wiener Aktienmarkt vorbörslich schwächer erwartet

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Donnerstag mit schwächerer Tendenz. Zu Handelsbeginn dürf...

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Donnerstag mit schwächerer Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund zehn Punkte unter dem Schluss-Stand vom Mittwoch (2.131,50) liegen.

Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.101 und 2.162 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.116 Punkten aus.

Im Fokus steht am heutigen Handelstag die Telekom Austria. Sie hat im dritten Quartal 2014 zwar wie erwartet ein deutliches besseres Ergebnis erzielt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - für das gesamte bisherige Geschäftsjahr schreibt sie aber noch immer tiefrote Zahlen. Der Jahresüberschuss stieg im dritten Quartal um 149 Prozent auf 127,8 Mio. Euro, über drei Quartale gerechnet beträgt der Verlust aber immer noch 190,0 Mio. Euro.

Zudem hat sie Medienberichte bestätigt, wonach die im August beschlossene Kapitalerhöhung um bis zu 1 Mrd. Euro „voraussichtlich schon bis Jahresende 2014“ erfolgen wird, „falls sich die aktuellen Marktgegebenheiten nicht gravierend verändern“. Bereits am Vortag haben die Titel mit klaren Abschlägen von 7,63 Prozent auf 6,20 Euro geschlossen. Zwischenzeitlich hatten sie sogar mit einem Minus von bis zu elf Prozent tendiert.

In Sachen Konjunkturdaten stehen die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone sowie am Nachmittag US-Daten zum Arbeitsmarkt und zu den Frühindikatoren am Programm.

Am Mittwoch hatte der ATX 9,18 Punkte oder 0,43 Prozent auf 2.131,50 Einheiten verloren. Damit hatte die Wiener Börse an ihre deutliche Erholungsbewegung vom Dienstag nicht anknüpfen können. Gerüchte über eine Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten die Aktienmärkte beflügelt. Am Mittwoch blieben neue Impulse eher dünn gesät. Die Inflationszahlen aus den USA lieferten kaum Impulse für Europas Märkte. Im September hat sich die Inflationsrate in den USA nicht verändert.

Bei den Einzelwerten haben die Bank-Aktien im ATX tiefer geschlossen. Raiffeisen fielen um 1,39 Prozent auf 16,70 Euro und Erste Group gaben 0,85 Prozent auf 18,02 Euro ab. Im Vorfeld zu den am Sonntag zur Veröffentlichung anstehenden Ergebnissen der europäischen Bankenstresstests und Bilanzchecks kolportierte die spanische Nachrichtenagentur EFE ohne Namensnennung heute zwei österreichische Wackelkandidaten und spekulierte über ein mögliches Kapitalloch bei der Erste Group. Ein Sprecher der Bank nannte die Spekulationen jedoch eine Falschmeldung.

Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:

~ Rosenbauer +5,61% 65,88 Euro Valneva +4,49% 4,40 Euro Zumtobel +4,30% 13,96 Euro ~ Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:

~ Telekom Austria -7,63% 6,20 Euro Palfinger -1,65% 17,02 Euro Strabag -1,55% 17,20 Euro ~

~ ISIN AT0000999982 ~ APA080 2014-10-23/08:48