Freche Haie tanzen in Wien mit dem Olsson-Duo an
Bei den Vienna Capitals beginnt heute die kleine Auswärtstournee der Haie. Marcus Olsson feiert am Flügel gegen den Ex-Klub sein Comeback.
Von Alex Gruber
Innsbruck –Der Auswärtsviererpack beim Tabellenführer in Wien, in Salzburg (Sonntag), Villach (28.10.) und Dornbirn (30.10.) riecht nicht unbedingt nach vielen Punkten, bevor die Innsbrucker am 1. November wieder in der eigenen Halle auf Fehervar treffen und eine Länderspielpause in der Erste Bank Eishockeyliga folgt.
Die Haie haben unter der Handschrift von Christer Olsson aber Blut geleckt. „Wir wollen auch nach den nächsten fünf Spielen unter den Top sechs bleiben“, hält Coach Olsson fest. Für was trainiere und lebe man sonst: „Wir müssen uns hohe Ziele stecken.“ Klingt gut, die Umsetzung liegt am Eis. Und da kann nach vierwöchiger Verletzungspause heute endlich wieder Marcus Olsson zur Schlägerschaufel greifen:
Das grüne Trainingsshirt, mit dem er zuletzt einsam seine Runden im Tiwag-Oval drehen musste, hat ebenso ausgedient wie der Gips, der lädierte Finger wird nur noch durch ein Plastik geschützt, den Griff zur Schmerztablette überdenkt der Schwede noch. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber es geht ganz gut“, strahlte Olsson nach dem Abschlusstraining und ehe die Haie den Bus nach Wien betraten. Angst, sich erneut den Finger zu ramponieren, verspürt er keine. „Wenn’s passiert, dann passiert’s“, bemerkt er lapidar. Das fällt unter die Kategorie Berufsrisiko. Dass das Comeback am Flügel steigt, passt dem 28-Jährigen gut ins Konzept. Nur die Dinner-Einladung seines Wiener Ex-Kollegen Sven Klimbacher musste er wohl ausschlagen. „Wir sehen uns ohnehin am Eis“, grinste Olsson, der noch gute Kontakte zu seinem Ex-Klub hält. An einem „big weekend“, am Sonntag geht es nach Salzburg, wolle er Energie aufs Eis bringen. Motto: „Niemand ist unschlagbar.“
Genau das will der Namensvetter und Trainer hören, der heute auf das Erfolgsrezept vom Sieg gegen Salzburg und vier Linien setzt, um erstmals gegen Wien zu punkten: „Wir brauchen viele Spieler.“ Ein Wort zur schweren Auswärtsserie? „Vielleicht ist das mental sogar leichter, als wie wenn zuhause jeder von uns einen Sieg gegen Graz oder Dornbirn erwartet.“
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