Al-Jazeera-Journalisten in Ägypten seit 300 Tagen in Haft
Kairo (APA/dpa) - Unterstützer von drei in Ägypten inhaftierten Al-Jazeera-Journalisten planen am Freitag eine solidarische Protestaktion im...
Kairo (APA/dpa) - Unterstützer von drei in Ägypten inhaftierten Al-Jazeera-Journalisten planen am Freitag eine solidarische Protestaktion im Internet. Die Journalisten befinden sich seit insgesamt 300 Tagen in Haft wegen angeblicher Unterstützung der Muslimbruderschaft.
Unter dem Hashtag #FreeAJStaff auf Twitter wolle der Verband der Auslandskorrespondenten in Ostafrika (FCAEA) daher auf das Schicksal der Inhaftierten aufmerksam machen. Der australische Korrespondent Peter Greste, der kanadisch-ägyptische Büroleiter Mohammed Fahmy und der ägyptische Redakteur Baher Mohammed, die alle für das englischsprachige Programm von Al-Jazeera arbeiten, waren am 23. Dezember 2013 in Kairo wegen „Verletzung der nationalen Sicherheit“ verhaftet worden. In einem anschließenden Prozess erhielten die Journalisten Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren.
Grundlage des international umstrittenen Prozesses waren Interviews, die das Team mit Anhängern der Muslimbruderschaft geführt hatte. Die Bruderschaft gilt in Ägypten seit vergangenem Jahr als terroristische Vereinigung. Davor hatte das Militär den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Mursi, der aus den Reihen der Muslimbrüder kam, nach Massenprotesten gestürzt. Am 1. Jänner 2014 will das Kassationsgericht in Kairo über eine Berufungsanfrage der Verteidigung im Fall der Journalisten entscheiden.
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