Radsport: Winokurow vor Hearing: „Kann nicht mein ganzes Leben büßen“
Aigle (APA/dpa) - Der umstrittene Teamchef Alexander Winokurow hat sich vor dem Doping-Hearing beim Radsport-Weltverband (UCI) als Opfer dar...
Aigle (APA/dpa) - Der umstrittene Teamchef Alexander Winokurow hat sich vor dem Doping-Hearing beim Radsport-Weltverband (UCI) als Opfer dargestellt. „Ich habe mit einer Zweijahressperre bezahlt, ich kann nicht mein ganzes Leben dafür büßen“, sagte der Astana-Chef dem Internetportal „cyclingnews“.
Winokurow, der sich Anfang November vor der UCI-Lizenzkommission für drei Dopingfälle in seinem Team verantworten muss, spielte damit auf seinen eigenen Fall von 2007 an. Vor sieben Jahren war der Olympiasieger von London als Astana-Profi des Blutdopings überführt worden. Das hatte 2008 zur Folge, dass das Team mit dem Titelverteidiger Alberto Contador nicht zur Tour de France zugelassen worden war.
Nach den Dopingfällen der Gebrüder Iglinskij und Ilja Dawidenko riskiert Astana den Lizenzverlust für 2015. Winokurow, der die Verantwortung für die Manipulationsfälle von sich weist, will mit dem Teamarzt und einem Rechtsanwalt zur UCI nach Aigle reisen.
„Das Team hat hart gegen Doping gearbeitet, und wir hatten nie Probleme mit der Lizenz-Kommission. Wir halten die Regeln ein“, erklärte Winokurow. Er verstehe nicht, „warum wir als Team für die Dummheit“ einzelner Fahrer zahlen sollten. Bei Astana steht auch der italienische Toursieger Vincenzo Nibali unter Vertrag.
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