Mehrwertsteuer-Lücke in EU von 177 Milliarden Euro 2012

Brüssel (APA) - In den EU-Staaten hat 2012 eine Lücke bei den Mehrwertsteuer-Einnahmen von 177 Milliarden Euro geklafft. Das sind insgesamt ...

Brüssel (APA) - In den EU-Staaten hat 2012 eine Lücke bei den Mehrwertsteuer-Einnahmen von 177 Milliarden Euro geklafft. Das sind insgesamt 16 Prozent der erwarteten Mittel aus 26 der 28 EU-Staaten (ausgenommen waren Kroatien und Zypern). Die größte Lücke verzeichnete Rumänien mit einem Negativwert von 44 Prozent, die Niederlande die geringste mit fünf Prozent. In Österreich lag der Fehlanteil bei zwölf Prozent.

Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, handelt es sich um die Differenz zwischen den Mehrwertsteuer-Gebühren und den tatsächlich bezahlten Geldern. Gründe für die Steuerfehlbeträge sind entweder die Nichteinhaltung der Regeln oder einfach eine fehlende Abfuhr.

Der scheidende EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta erklärte, die Mehrwertsteuer-Lücke sei ein Zeichen dafür, wie effektiv die Regeln innerhalb der EU in dem Bereich umgesetzt werden. Die nun vorgelegten Zahlen zeigten, dass noch eine Menge zu tun sei. Die Staaten könnten sich solche Verluste nicht erlauben. „Sie müssen konkrete Schritte unternehmen, um sich dieses öffentliche Geld zurückzuholen“, warnte Semeta vor dieser Art von Steuerbetrug.

Elf Staaten konnten gegenüber 2011 ihre Mehrwertsteuer-Lücke verringern, unter ihnen Österreich (3,56 Mrd. Euro oder 13 Prozent 2011 auf 3,24 Mrd. Euro oder 12 Prozent 2012).Die stärkste Verbesserung wies Griechenland mit einem Rückgang der fehlenden Mehrwertsteuern von 9,1 Milliarden 2011 auf 6,6 Mrd. Euro 2012 auf. Allerdings hat Griechenland weiterhin mit 33 Prozent eine extrem hohe Lücke zu verzeichnen. 15 EU-Länder mussten eine Vergrößerung der Lücke hinnehmen.